Ambiente - von der Kunst des Reisens
Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan
Ambiente Spezial:
Zwischen Luxor und Assuan windet sich der Nil durch eine der archäologisch dichtesten Regionen der Welt. Eine Kreuzfahrt auf der klassischen Route offenbart 5.000 Jahre Kulturgeschichte.
12. Juli 2026, 10:05
Nilkreuzfahrten haben eine lange Tradition: Der britische Reisepionier Thomas Cook organisierte 1869 die ersten Nilkreuzfahrten der Geschichte - nur wenige Jahrzehnte nach seinen ersten Pauschalreisen in England. "Fahrt, Verpflegung, Unterkunft" wurden damals schon von Cook als Gesamtpaket angeboten und von kulturinteressierten EuropäerInnen gerne genutzt. Denn für sie war Ägypten ein Traumziel und eine Faszination, die bis heute anhält. Die Kreuzfahrtschiffe gleiten - teilweise im Konvoi - gemächlich an jahrtausendealten Tempeln und Königsgräbern vorbei. Es ist eine Zeitreise durch das Alte, Mittlere und Neue Reich bis zur ptolemäischen Epoche.
Und so ist eine Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan mehr als eine touristische Pauschalreise - sie ist eine Begegnung mit 5.000 Jahren Zivilisationsgeschichte. Ursula Burkert hat sich für Ambiente auf der Seramis II eingeschifft und das Leben der Mannschaft an Bord ebenso dokumentiert, wie die Landausflüge in der Touristenkarawane zu Grabstellen, Tempeln und Bazaren. Als Reiselektüre hatte sie neben dem Standartwerk über den längsten Fluss der Welt von Terje Tvedt "Der Nil: Fluss der Geschichte" auch Agatha Christies Kriminalroman "Tod auf dem Nil" dabei.
Geheimtipp sind Nilkreuzfahrten längst nicht mehr und das Abenteuer ist äußerst kontrolliert. Das Sicherheitsaufgebot der Polizei ist unübersehbar. Die Schiffe haben hohen Standard, die Verpflegung ist ausgezeichnet und der Service der Crew exzellent, nur die Rauchschwaden der Dieselmotoren trüben etwas das Wohlbefinden an Deck. Von elektrisch betriebenen Schiffen träumt man noch. Da fehlt es an allen Ecken die Infrastruktur. Dennoch boomt das Geschäft: mehr als 160 Kreuzfahrtschiffe sind regelmäßig auf dem Nil unterwegs. Dem Gespenst "Overtourismus" versucht man mit einer verbesserten Verteilung der Kapazitäten entgegenzuwirken.
Gestaltung & Redaktion: Ursula Burkert
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