Vorgestellt

Carissimi und Vivaldi

Ein Label, zwei Alben: Das Ensemble Voces Suaves bittet Giacomo Carissimi vor den Vorhang, der Geiger Giuliano Carmignola würdigt Antonio Vivaldi.

Zu Lebzeiten zählte Giacomo Carissimi zu den berühmtesten europäischen Musikern. Geboren in Marino, führte ihn sein Weg als Organist über Tivoli und Assisi nach Rom, wo er bis zu seinem Tod Kapellmeister des Collegium Germanicum war. In seinem Oratorium "Jephte" erzählt er die biblische Geschichte unter musikalischer Aufarbeitung der menschlichen Affekte. In dieser Einspielung erklingen zusätzlich zur originalen Besetzung, bestehend aus sechs Stimmen und Basso continuo, zwei Violinen. Ergreifende geistliche Musik des 17. Jahrhunderts, erweitert um Motetten Carissimis und Gesänge seines Zeitgenossen Domenico Mazzocchi.

Etwas später - oder genauer: Vier Jahre nach dem Tod Carissimis - erblickte Antonio Vivaldi das Licht der Welt. Er entwickelte im Laufe seines Lebens ein Faible für Zahlen - davon ist zumindest der Geiger Giuliano Carmignola überzeugt. "Vivaldi 100" lautet daher folgerichtig der Albumtitel, unter dem sich der italienische Geiger ihm zuwendet. Denn er knackt mit dieser Einspielung die 100er-Marke der von ihm aufgenommenen Violinkonzerte Vivaldis - und zwar auf wunderbar erfrischende Weise.

Service

Aktuelle Aufnahmen:

"Giacomo Carissimi. Historia di Jephte / Motets"
Ausführende: Voces Suaves, Michele Vannelli (Dirigent)
Label: Arcana

"Vivaldi 100. 13 Violin Concertos"
Ausführende: Giuliano Carmignola (Violine), Solisti Aquilani
Label: Arcana

Sendereihe

Gestaltung

  • Katharina Hirschmann