Jana Winderen

FINNBOGI PETURSSON

Radiokolleg

Arktische Audio Topographie

Jana Winderen und Mary Edwards Zugang zur Arktis

Die in Norwegen beheimatete Jana Winderen taucht mit hochsensiblen Hydrophonen in das Meereis am Nordpol, um die verborgenen Klangwelten der Arktis zu dokumentieren. Ihre Arbeit "Spring Bloom in the Marginal Ice Zone" macht die akustische Dimension der wichtigsten CO2-Senke unserer Biosphäre hörbar - ein Ort, an dem während des Frühlings die Geräusche lebender Organismen zu einer Klanglandschaft verschmelzen, der sogenannten Planktonblüte. Das Werk ist ein Weckruf, denn das Ökosystem in der Arktis gerät durch den rasant fortschreitenden Klimawandel zusehends aus dem Gleichgewicht.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die US-amerikanische Komponistin und Musikerin Mary Edwards 2022 nahm sie an der Arctic Circle Residency auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen teil und verwandelte ihre Field Recordings in die Komposition "Everywhere We Are is the Farthest Place" - für Waterphone,electronics, ein weiteres Instrument und eine Kollage aus Gletscherklängen, Fjord-Aufnahmen und Ozeangeräuschen. In ihrer Arbeit verdeutlicht sie die drastischen Veränderungen der arktischen Landschaft durch Klang.
Gestaltung: Astrid Schwarz

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