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Punkt eins
Fünf Monate Irankrieg
Hat Trump mit seinem Überfall die strategischen Grenzen der USA überschritten? Gast: Dr. Walter Posch, Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement, Landesverteidigungsakademie. Moderation: Philipp Blom. Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
27. Juli 2026, 13:00
In den frühen Morgenstunden des 28. Februar begannen die Streitkräfte der USA und Israels den Iran überwiegend aus der Luft anzugreifen. Das Ziel dieses Überfalls war von Anfang an unklar. Nach Aussagen des US-Präsidenten Trump und seines Kriegsministers Hegseth war es verschiedentlich der Regimewechsel, die Zerstörung des Atomprogramms, des Raketenprogramms oder die Sicherung der Seestraße von Hormuz.
Obwohl die US-Regierung mehrmals ihren überwältigenden Sieg verkündet hat, ist das Regime in Teheran ungebrochen und kontrolliert auch weiterhin die Straße von Hormuz, was globale wirtschaftliche Konsequenzen nach sich gezogen hat. Auch die Nato geriet nach dem Angriff in die Krise, als Alliierte sich weigerten, Trump in seinem einseitig und ohne Konsultationen begonnenen Krieg zu unterstützen.
Wohin also geht es nach fünf Monaten für den Iran und sein Verhältnis mit der Welt? Hat Trump den Konflikt effektiv schon verloren, oder droht eine weitere Eskalation? Wieviel Macht hat der Iran über die Straße von Hormuz und damit ein Fünftel des globalen Ölhandels? Was ist die Situation in den angrenzenden Ländern und wie geht es weiter für das Regime selbst? Und wird der Iran für die USA ein zweites Vietnam? Walter Posch ist Iran-Experte an der Landesverteidigungsakademie in Wien und spricht über Gründe und Hintergründe der gegenwärtigen Entwicklungen. Philipp Blom moderiert das Gespräch mit Walter Posch und den anrufenden Zuhörern und Zuhörerinnen.
Rufen Sie uns an! Was ist ihr Eindruck von diesem Krieg? Haben Sie Fragen über den Iran und den Fortgang und die mögliche Beendigung des Konfliktes?
