Hörbilder

Dersim - Musik bewahrt eine verlorene Heimat

Offiziell existiert die alte Region Dersim im Osten der Türkei nicht mehr. Sprache, Kultur und Identität wurden jahrzehntelang unterdrückt. Doch die Musik lebt weiter: Menschen die Erinnerung und Herkunft in Melodien bewahren - zwischen Ostanatolien und Exil.

Das Feature widmet sich der verschwundenen Region Dersim im Osten der Türkei - einem Ort, der heute offiziell nicht mehr auf Landkarten existiert. Bereits 1937 wurde die Region politisch umbenannt, die Sprache Zaza wurde verboten und droht heute gänzlich in Vergessenheit zu geraten, viele Bewohner:innen wurden vertrieben oder gingen ins Exil. Trotz Verlust, Vertreibung und kultureller Unterdrückung ist eines erhalten geblieben: die Musik. In der Ö1-Sendereihe "Hörbilder" erzählt das Feature von uralten Melodien, traditionellen Instrumenten und ihrer modernen Weiterentwicklung. Im Mittelpunkt stehen Musiker:innen und Kulturschaffende, die versuchen, Sprache, Erinnerung und Identität über Klänge lebendig zu halten. Besonders im deutschen Exil konnte sich die Musiktradition von Dersim weiterentwickeln und verbreiten. Autor Fritz Schütte begibt sich auf eine akustische Spurensuche nach dem "Sound von Dersim", reist nach Ostanatolien und trifft Menschen, deren kulturelles Erbe zwischen Vergangenheit und Gegenwart weiterlebt. "Die Sprache geht verloren, die Seele bleibt!"(Übernahme SWR 2023)

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