Ambiente - von der Kunst des Reisens

Zum Thema Wald

Reisemagazin u.a. mit Nationalpark Kalkalpen - Naturerbe erwandern, Teil 4
Unberührte Natur - Urwälder in Rumänien
Bäume statt Panzer - das deutsche Naturschutzgebiet Hainich

Nationalpark Kalkalpen - Naturerbe erwandern, Teil 4

Eine richtige Waldwildnis, und das mitten in Österreich. Im Sengsengebirge und Reichraminger Hintergebirge in Oberösterreich schützt der Nationalpark die uralten Buchenwälder und somit den Lebensraum des heimlichen Jägers: des Luchses. Gemeinsam mit Rangerin Maria Laussamayer wandert Margit Atzler über den Wildnistrail Buchensteig durch zwei verschiedene Buchenwaldtypen und erfährt, was einen Urwald so besonders macht und warum Totholz im Biodiversitäts-Gefüge so wertvoll ist. Die Buchenwälder sind auch Teil eines länderübergreifenden UNESCO Weltnaturerbes.
Auf einer Wanderung im Buchen-Urwald ist sofort der Unterschied zu einem wirtschaftlich genutzten Wald spürbar - ohne ihn benennen zu können. Die Erklärung dafür kann Maria Laussamayer liefern: Ein natürlicher Wald sollte zu 30 Prozent aus Totholz bestehen. Ein abgestorbener Baum ist für den rothalsigen Düsterkäfer gleichzeitig Krabbelstube und Speisekammer. Holzliebende Käfer sind so etwas wie "Recyclingbeauftragte" im Wald. Sie zersetzen die Holzstruktur, Mikroorganismen und Pilze ziehen ein, das Holz verrottet und wird zu Nährstoffen für die nächsten Baumgenerationen. Und so ist der Käfer, der quasi als Manager den Boden bereitet, genauso wichtig wie der Luchs, der "Star" bzw. das Leittier des Nationalparks Kalkalpen.
(Eine längere Version dieser sommerlichen Ambiente-Erkundungstour durch Österreichs Nationalparks ist im Podcast "Reisen mit Ö1" zu hören.)

Bäume statt Panzer. Vom militärischen Übungsgelände zum Naturschutzgebiet - der deutsche Nationalpark Hainich

Unweit der ehemaligen, innerdeutschen Grenze zwischen Ost und West, und des heutigen, geografischen Mittelpunktes Deutschlands liegt der Hainich. Das Waldgebiet im Nordwesten Thüringens diente jahrzehntelang militärischen Übungszwecken. Vor 20 Jahren wurde der Hainich in einen Nationalpark umgewandelt und ist heute auf dem zum Urwald. Wo einst Panzer und Soldaten unterwegs waren, erfreuen sich heute Naturliebhaber und Schulklassen, ebenso wie die Wildkatze und der Luchs am Buchenwald. Jakob Fessler hat ihn erkundet.

Unberührte Natur: Urwälder in Rumänien

Noch vor nicht allzu langer Zeit waren weite Teile Rumäniens von dichten Urwäldern bedeckt. Der Raubbau der vergangenen Jahrzehnte mit brutalen Kahlschlägerungen bedroht inzwischen dieses reiche Erbe. Zumindest einige Urwälder aber stehen unter Schutz der UNESCO und werden auch von lokalen Gemeinden und Forstbehörden gut betreut. Dazu gehört der Wald bei Sinca Veche in den Karpaten nördlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Hier können Besucher:innen noch erleben, was Urwald heißt. Am besten im Frühjahr, wenn eine Vielzahl von Vogelstimmen erklingt, oder im Herbst, wenn das Laub der Bäume sich in einer unglaublichen Farbenpracht zeigt. Brigitte Voykowitsch war für Ambiente im Wald bei Sinca Veche in den Karpaten unterwegs.

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