Indigene kolumbianische Frau verlässt ein Kirchengebäude

APA-IMAGES/AFP/LUIS ROBAYO

Im Fokus - Religion und Ethik

Reportagen über Kolumbien

Indigene und die Schöpfung unter Druck +++ Ein Krieg und ein halber Frieden +++ Moderation: Johannes Kaup

Indigene und die Schöpfung unter Druck


Kolumbien hat sowohl eines der ambitioniertesten Schutzgesetze für die indigene Bevölkerung als auch eine der fortschrittlichsten Umweltgesetzgebungen der Welt. Trotzdem geraten sowohl indigene Gemeinschaften als auch die großen Wald- und Flussgebiete unter großen Druck. Illegaler Goldabbau, Koka-Plantagen, Brandrodung und Abholzung bedrohen einige der artenreichsten Landschaften der Erde. Johannes Kaup war im Februar dieses Jahres auf einer Reportagereise in Kolumbien, um nach den Gründen dafür zu suchen.


Ein Krieg und ein halber Frieden

Im zweiten Teil der Kolumbien-Reportage geht es um die Frage, warum das Friedensabkommen von 2016 zwar zu einem Rückgang der Gewalt beigetragen hat, aber nicht zu einem "totalen Frieden", wie ihn der scheidende linksgerichtete Präsident Gustavo Petro beabsichtigte. Mehr als ein halbes Jahrhundert war Kolumbien ein vom Krieg zwischen der Guerilla, den Paramilitärs und der Armee zerrissenes Land. Heute, zehn Jahre nach dem Friedensabkommen mit der größten Guerilla-Gruppe FARC, ist die Gewalt zwar zurückgegangen, aber viele Wunden sind nach wie vor offen. In einigen Regionen, in denen die staatlichen Behörden entweder abwesend oder zu schwach sind, um für Recht und Ordnung zu sorgen, leidet die lokale Bevölkerung unter dem Druck und der Willkür bewaffneter Banden. Sie haben de facto die Macht übernommen, um ihren Geschäften wie Drogen- und Waffenhandel, Erpressung und Entführung nachzugehen. Johannes Kaup war im ärmsten Gebiet des Landes, im nordwestlich gelegenen Regenwaldgebiet des Chocó. - Gestaltung: Johannes Kaup

Sendereihe

Gestaltung