Andreas Fogarasi

APA-IMAGES/DANIEL VEGEL

Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

Andreas Fogarasi über Baustoffe, Logos und Feuerzeuge

"Meine Arbeit lebt vom Beobachten und Dinge, die ich sehe, neu zu zeigen" - der Künstler Andreas Fogarasi im Gespräch mit Anna Soucek

"Ich schaffe nie etwas aus dem Nichts", sagt der bildende Künstler Andreas Fogarasi, "sondern ich arbeite meist mit kulturellen Produkten - also mit der Kunst, Architektur, Design - und schaue mir an, welche Rolle diese Bereiche haben in der Gesellschaft, welche Sichtbarkeit sie bekommen. Und das ist eine Frage, die uns Künstler und Künstlerinnen immer auch auf uns selbst zurückwirft. Welchen Beitrag haben wir überhaupt geleistet dafür, was uns umgibt? Wie sehr wird das gesehen, was wir tun?"

Der bildende Künstler Andreas Fogarasi ist ein Sammler. Mit Fundstücken aus seinen Sammlungen schafft er neue Konstellationen, die sich mit dem urbanen Raum, mit der Architektur als gebaute Manifestation von politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zuständen, sowie mit der Repräsentation von Identitäten befassen. Zum Beispiel seine Serie "Nine Buildings, stripped": Da verzurrt er Materialien aus abgerissenen Bauwerken mit Elementen aus Nachfolgebauten an gleicher Stelle, es entstehen skulpturale Porträts eines architektonischen Ortes in zeitlich auseinanderliegenden Zuständen.

Im "Intermezzo" erklärt der österreichisch-ungarische Künstler Andreas Fogarasi seinen Zugang zur Stadt als Verdichtung von gesellschaftlichen Entwicklungen, er entschlüsselt seine aktuelle Ausstellung in der Galerie Lombardi Kargl in der Wiener Schleifmühlgasse, und er blickt zurück auf seine Videoinstallation "Kultur und Freizeit" im ungarischen Pavillon bei der Biennale von Venedig, die ihm 2007 im Alter von knapp dreißig Jahren den Goldenen Löwen und damit einen internationalen Karrieresprung einbrachte.

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Andreas Fogarasis Ausstellung "Three Light Sources" ist bis 30. September 2026 in der Galerie Lombard-Kargl in der Schleifmühlgasse 17, 1040 Wien, zu sehen.

Die Monografie "From Wall to Wall" ist 2026 bei Spector Books erschienen.

Dérive - Zeitschrift für Stadtforschung

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  • Anna Soucek