Elisa Vass und Masomah Regl

ORF

Journal-Panorama

Afghanistan: Die vergessene Tragödie der Frauen und Mädchen

Ein Journal Panorama-Sommergespräch mit der gebürtigen Afghanin und Grazer Integrationsreferentin Masomah Regl

Vor fünf Jahren haben die Taliban die Hauptstadt Kabul und damit die Macht in Afghanistan zurückerobert. Seither haben die radikalislamischen Herrscher die Gesellschaft nach ihren harten Regeln umgebaut, und vor allem für Mädchen und Frauen bedeutet das den Verlust von Perspektiven und Freiheit: Afghanistan ist das einzige Land, in dem Mädchen nur sechs Jahre in die Schule gehen dürfen, jegliche weitere Ausbildung bleibt ihnen verwehrt. Frauen dürfen nur in Ausnahmefällen arbeiten, auf die Straße dürfen sie nur in männlicher Begleitung und streng verhüllt, oft sind sie von medizinischer Versorgung ausgeschlossen. Was viele bei der Machtübernahme der Taliban befürchtet hatten, ist eingetreten; NGOs und Menschenrechtsaktivistinnen sprechen immer öfter von Geschlechterapartheid.
Welche Formen des Widerstandes gegen das Unrechtsregime gibt es in Afghanistan? Was bringen die geheimen Untergrundschulen für Mädchen? Wie hängt die miserable Wirtschaftslage im Land mit dem Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Leben zusammen? Und wie soll die internationale Gemeinschaft mit den Taliban umgehen? Die Regierung wird zwar, außer von Russland, von niemandem anerkannt - dennoch häufen sich die Besuche von Vertretern der Taliban im Westen, auch in Österreich.

Die Dolmetscherin und Integrationsexpertin Masomah Regl ist bei Elisa Vass zu einem Journal Panorama Sommergespräch zu Gast.

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