APA-IMAGES/BRANDSTAETTER IMAGES/VOTAVA
Im Fokus - Religion und Ethik
Spurensuche zwischen Menschenrechten und Glaubensgeschichte
Das Ende der Todesstrafe in Österreich +++ Geheimprotestantismus im westlichen Mostviertel +++ Moderation: Alexandra Mantler
26. August 2026, 16:05
Das Ende der Todesstrafe in Österreich
Weltweit ist die Zahl der Hinrichtungen zuletzt wieder deutlich gestiegen, berichtet Amnesty International. Laut dem aktuellen Jahresbericht wurden im Jahr 2025 mindestens 2.707 Menschen in 17 Staaten hingerichtet - der höchste dokumentierte Wert seit 1981. Markus Veinfurter wirft einen Blick zurück in die Geschichte: auf die letzte Hinrichtung in Österreich. Am 24. März 1950 wurde der 38-jährige Johann Trnka im Wiener Straflandesgericht hingerichtet - es war die letzte vollstreckte Todesstrafe des Landes. Wenige Monate später, am 1. Juli 1950, beschloss der Nationalrat die Abschaffung der Todesstrafe in Österreich. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums im Vorjahr zeichnet "Im Fokus" die wechselvolle Geschichte der Todesstrafe nach - von den öffentlichen Hinrichtungen des 19. Jahrhunderts über ihre Wiedereinführung in der Zeit des Austrofaschismus bis zu den Massenhinrichtungen während des Nationalsozialismus. Auch die Haltung der christlichen Kirchen zur Todesstrafe unterlag einem Wandel: Erst 2018 sprach sich die römisch-katholische Kirche unter Papst Franziskus ausdrücklich dagegen aus. - Gestaltung: Markus Veinfurter
Geheimprotestantismus im westlichen Mostviertel
Der zweite Beitrag führt ins westliche Mostviertel und beschäftigt sich mit einem weitgehend unbekannten Kapitel niederösterreichischer Religionsgeschichte: dem Geheimprotestantismus im Ybbstal zur Zeit der Gegenreformation. Viele evangelische Christinnen und Christen lebten ihren Glauben damals verborgen - nach außen katholisch, im Privaten jedoch geprägt von den Schriften Martin Luthers. Im Zentrum steht die Geschichte der Bäuerin Rosina Steinauer vom Sonntagberg, deren Schicksal jüngst wissenschaftlich aufgearbeitet wurde. Heute erinnert auch die "Via Rosina", ein nach ihr benannter Pilgerweg, an dieses stille Kapitel des religiösen Widerstands. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer
