Betrifft: Geschichte
Peru
Von den Inkas zur Republik. Mit: Magdalena Kraus, die am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien studiert hat und sich wissenschaftlich mit globalen Ungleichheitsverhältnissen beschäftigt. Gestaltung: Andreas Wolf.
27. August 2026, 15:55
Besiedelt wurde das heutige Peru bereits vor etwa 20.000 Jahren. Die ersten Monumentalbauten datieren von etwa 3.200 v. Chr., kurz darauf folgten die ersten künstlichen Bewässerungssysteme. Zu den bekanntesten Hochkulturen zählen jene der Chavín, Moche, Nazca und Tiahuanaco. Im 15. Jahrhundert stieg das Inkareich zur dominierenden Macht in den Anden auf. Es erstrecke sich von Kolumbien bis Chile. Zu den bekanntesten Zeugnissen der Inka-Kultur gehört die Bergfestung Machu Picchu.
Mit der Ankunft der spanischen Eroberer 1532 verlor das Inkareich rasch an Einfluss. In der Folge wurde Peru wegen seiner Gold- und Silbervorkommen zu einem wichtigen Teil des spanischen Kolonialreiches. Im frühen 19. Jahrhundert erstarkten in ganz Südamerika Unabhängigkeitsbewegungen. Nachdem er den spanischen Repräsentanten in die Flucht geschlagen hatte, erklärte der argentinische General José de San Martín am 28. Juli 1821 die Unabhängigkeit Perus - doch bis zu einer endgültigen Befreiung sollte es noch Jahre dauern.
In den folgenden Jahrzehnten kämpfte das junge Land mit politischen Konflikten und wirtschaftlichen Herausforderungen. Das 20. Jahrhundert war ebenfalls von zahlreichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen geprägt. Politisch wechselten sich mehrfach Militärregierungen und demokratische Reformregierungen ab. Heute ist Peru eine demokratische Republik. Die Gräben der Vergangenheit versucht man durch ein Amnestiegesetz zu überwinden.
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- Andreas Wolf
