Spielräume Spezial

Musik zwischen Sonne, Wolken und Wellen

Zwischen Sonne, Wolken, Wellen und den Rhythmus der Natur: Musik von Gregor Schor, John Lloyd und Dominique Fils-Aimé

Gregor Schor öffnet das Fenster und wirft einen Blick hinaus auf Schwalbe oder Schmetterling. Das mag banal klingen, doch lassen Sie sich nicht täuschen, verhilft doch gerade Schors 17-köpfige Formation mit dem klingenden Namen "Das Größte Gemeinsame Vielfache" den beiden zum Fliegen. Erst die Interpretation und Improvisation des Jazzorchesters bringen Schors Komposition zum Klingen und geben ihnen Kraft.

Kraftvoll ist auch das Quartett-Album "Earth Songs" von Saxophonist John Lloyd aus dem Jahr 2024. Gemeinsam mit John Law am Klavier, Nick Pini am Kontrabass und Alex Goodyear am Schlagzeug legt Lloyd viel Gefühl in die Stücke, die getragen werden von seinem klaren, bestimmten Saxophonton, der immer zu wissen scheint, wohin es geht und die anderen mitnimmt auf die Reise, vorbei an Wellen, Flüssen oder der Wüste. Es ist die Melodie, die Lloyd auf "Earth Songs" ins Rampenlicht stellen möchte. Sängerin und Komponistin Dominique Fils-Aimé findet ihre Melodien zwischen Sonne, Wolken, Mond, Wellen und dem Rhythmus der Natur: die ausdrucksstarke Stimme der zweifachen JUNO-Preisträgerin changiert dabei zwischen roh und direkt, tänzerisch und träumerischem Klang. Es ist das zweite Album ihrer zweiten Albumtrilogie und setzt sich mit der Natur als Zeichen für Wachstum und Verbindung zwischen den Menschen auseinander. Fast mystisch mutet der Beginn des Albums "My world is the sun" an und lässt Hörer und Hörerin mit "Sea of Clouds" dank gelungenem Soundteppich eintauchen in die Klangwelt von Dominique Fils-Aimé.

Sendereihe

Gestaltung

  • Katharina Osztovics