ORF/JOSEPH SCHIMMER
Blaue Stunde
Stimme und nichts als die Stimme
Aus dem Kunstradio-Archiv: "Literatur als Radiokunst" - Teil 3
31. August 2026, 21:00
Die Stimme, die Stimme und nichts als die Stimme als Experimentierraum für individuellen poetischen Eigen-Sinn war die Vorgabe der Ö1 Kunstradio Reihe "Literatur als Radiokunst". Im Zeitraum von 1999 bis 2014 entstanden 60 Radiostücke von Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Fokus auf dem sprachlichen und dramaturgischen Experiment.
1999 startete "Literatur als Radiokunst" auf Anregung der Künstlerin und Schriftstellerin Liesl Ujvary, ab 2001 wurde die Reihe vom Literaturwissenschaftler und Autor Chris Zintzen-Bader betreut. Das Ziel der Reihe war es, Autorinnen und Autoren an die autonome Produktion avancierter Klangwerke heranzuführen. Pro Jahr wurden vier Radiostücke im Studio des Wiener Funkhauses mit ORF Tonmeistern und Tonmeisterinnen produziert, ab 2005 in räumlichem Surround-Sound. Präsentiert wurden die Stück in zwei Kunstradio Sendungen pro Jahr.
"Literatur als Radiokunst" war der Versuch, eine andere Präsentationsform von Literatur im Radio abseits der traditionellen Genres wie "Lesung" und "Hörspiel" zu finden. Die Gestaltung der Textpräsentation wurde dabei völlig den Autorinnen und Autoren überlassen.
Der langfristigen Vorbereitung und drei konzentrierten Tagen im Studio folgte als "Nachspiel" zur Sendung immer ein Präsentationsabend in Surround-Qualität in Wiens Literarischem Quartier Alte Schmiede. Dort hatten Publikum, sowie Autoren und Autorinnen die Möglichkeit sich auszutauschen.
