Radiokolleg

Wenn die Welt leiser wird (2)

Warum handeln wir nicht?

Wer schlecht sieht, trägt eine Brille. Wer schlecht hört, wartet oft Jahre, bevor er sich Hilfe holt. Durchschnittlich vergehen sieben Jahre zwischen der Diagnose eines Hörverlusts und der Entscheidung für ein Hörgerät. Warum?

Die zweite Folge thematisiert die gesellschaftliche Bedeutung des Hörens und fragt, weshalb Hörgeräte bis heute mit Scham, Schwäche und Alter verbunden sind. Ein Besuch beim Hörgeräteakustiker zeigt, wie moderne Hörhilfen funktionieren und wie wenig die technischen Möglichkeiten mit den Vorstellungen vieler Betroffener zu tun haben. Expertinnen und Experten aus Hörtechnik und Psychologie erklären, warum der Widerstand gegen Hörgeräte oft weniger mit Technik als mit Identität zu tun hat. Im Hintergrund steht eine grundsätzliche Frage: Weshalb akzeptieren wir manche körperlichen Einschränkungen als Teil des Lebens, andere aber nicht?

Juliane Lehmayer

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