Niccolò Machiavelli, Ausschnitt eines Gemäldes

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Radiokolleg

Machiavellismus (1)

Der Machttechniker - Niccolò Machiavelli

Niccolò Machiavelli (1469 - 1527) gilt als Inbegriff für einen kühl kalkulierenden, von moralischen Überlegungen befreiten und bewusst manipulativen Umgang mit Macht. Basierend auf eigenen Erfahrungen und Einsichten als hochrangiger Beamter und Diplomat des Stadtstaates Florenz formulierte er in seinem Handbuch "Il Principe" ("Der Fürst") Prinzipien, wie ein Herrscher seine Macht am besten behalten und am effektivsten einsetzen kann.

In jungen Jahren erlebte Niccolò Machiavelli in Florenz die Herrschaft der Medici und das religiöse Schreckensregime des Kirchenreformators Savonarola mit. Nach dessen Sturz und der anschließenden Säuberung des Beamtenapparats wurde Machiavelli Staatssekretär der Republik Florenz. Seine Stellung und seinen Einfluss als Ratgeber der Mächtigen konnte er dort nach und nach ausbauen. Und als Diplomat im Dienste Florenz konnte er auch anderswo führende Machthaber seiner Zeit wie Cesare Borgia kennenlernen und so aus nächster Nähe studieren.

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  • Richard Brem