PICTUREDESK.COM/FRANZ NEUMAYR
Gedanken für den Tag
Wozu noch Geographie?
Gedanken zur Bedeutung der Allgemeinbildung von Lisz Hirn, Philosophin
11. September 2026, 06:57
Afrika ist nicht nur ein Land, aus dem Flüchtlinge kommen ... Das ist oft das Bild, das hier herrscht, sondern es ist ein Chancenkontinent und es ist ein wichtiges Land für uns als Österreicher im Export." Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von der ehemaligen österreichischen Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und löste anno 2022 einen Shitstorm aus.
Natürlich weiß man hierzulande, dass Afrika ein riesiger Kontinent ist. Ob man auch weiß, dass er Chancen bietet und nicht nur mit Militärputschs, Palmen und flüchtenden Menschen mediales Aufsehen erregt, da kann man nicht ganz so sicher sein. Vielleicht liegt es daran, dass wir alle einen so großen Fokus auf die wirtschaftlichen Belange legen und weniger auf den nicht weniger wichtigen Teil des Fachs Geographie, nämlich die Erdkunde, die Klima, Gewässer, Pflanzen und Gesteine untersucht, was gerade in Zeiten der Klimakrise unverzichtbar wird. Die Sturzflut in Nepal zeigt, wie wesentlich gerade dieses Wissen für alpine Regionen wie Österreich sein könnte. Die Erde verändert sich.
Auch dies ist Aufgabe des Faches: nicht nur zu zeigen, wie der Mensch seine Umwelt formt, darauf waren wir bis vor wenigen Jahrzehnten noch überaus stolz. Sondern klar abzubilden, wie die Natur das Leben der Menschen beeinflusst und bestimmt. Es ist eben auch die geografische Lage eines Landes, die seine Geschichte, Politik und Zukunft verhängnisvoll oder eben vorteilhaft ausrichtet. Oder wie Napoleon Bonaparte einmal trocken feststellte: "Geographie ist Schicksal."
Service
Lisz Hirn, "Gehorchen. Über das Wesen der Autorität", Zolnay Verlag 2026
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Sendereihe
Gestaltung
Playlist
Komponist/Komponistin: Frederic Chopin 1810 - 1849
Album: CHOPIN - WALZER
Titel: Walzer für Klavier in Des-Dur op.70 Nr.3 op.posth
Solist/Solistin: Dimitri Alexeev
Länge: 03:55 min
Label: EMI 7475012
