Tierärztlichen Hochschule in Wien, um 1930

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Vertriebene Veterinäre

Die Vetmeduni Wien stellt sich ihrer Geschichte

Als 1938 nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich viele Rektoren an den Unis ausgetauscht wurden, war das an der Tierärztlichen Hochschule, der heutigen Veterinärmedizinischen Universität Wien, nicht notwendig. Rektor Franz Benesch war schon vor dem "Anschluss" dafür bekannt, dem Nationalsozialismus sehr nahe zu stehen. Und auch die antisemitische Gewalt begann nicht 1938: Nationalsozialistische Studenten organisierten im Mai 1933 eine Gewaltaktion, bei der sie jüdische Studierende daran hinderten, die Uni zu betreten. Vier jüdische Studenten brachen unmittelbar nach dem Vorfall ihr Studium ab, andere blieben und schlossen unter allgegenwärtigen Anfeindungen ihr Studium ab. Im Zuge der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Vetmeduni hat die Historikerin Lisa Rettl die Biografien vertriebener Studenten recherchiert und Nachfahren aus Israel nach Wien eingeladen, die mehr darüber erfahren wollen, worüber der Großvater kaum sprechen wollte und konnte.

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  • Katharina Gruber