Am Puls - Gesundheit und Medizin

Land des Lächelns

Zwischen Sonderschule und inklusivem Lernen ++ Errichten einer Patientenverfügung ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Zahnmedizin | Zu Gast: Polina Kotlarenko, Leiterin der Spezialambulanz Smile Design, Universitätszahnklinik, Meduni Wien| Moderation: Ronny Tekal | Anrufe 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at

Moderne Zahnmedizin

Das schrille, hochfrequente Geräusch des Bohrers in der Zahnarztpraxis löst bei manchen Menschen noch Unbehagen und Gedanken an die einst schmerzhaften Prozeduren im Mundraum aus. Dabei laufen die heutigen Behandlungen in der Regel deutlich sanfter ab. Und verschoben viele Patientinnen und Patienten früher aus Angst vor Schmerzen eine notwendige Zahnkontrolle auf unbestimmte Zeit, so spielt heute eine andere Ursache eine bedeutend größere Rolle: Die Angst vor den Kosten. Laut Allianz Gesundheitsbarometer 2026, einer repräsentativen Studie des privaten österreichischen Versicherungsanbieters mit 1.600 Befragten, verzichten vier von zehn Österreicherinnen und Österreichern aus finanziellen Gründen auf Zahnbehandlungen. Auch wenn die medizinischen Grundleistungen von der Krankenkasse finanziert werden, gehen Kronen, Implantate oder auch die banale Mundhygiene ganz schön ins Geld. Der Weg zur günstigeren Behandlung ins benachbarte Ungarn oder der Verzicht auf Zahnersatz und Korrektur von Fehlstellungen sind die Alternativen.

Dass es große Fortschritte zu berichten gibt, zeigt auch der 50. Österreichische Kongress für Zahnmedizin, der Anfang Oktober in Wien stattfindet, unter dem Leitthema "Zahnmedizin - von Tradition bis Innovation". Im Zentrum stehen digitale 3D-Verfahren und computergestützte virtuelle Anwendungen in Diagnostik und Therapie - von der digitalen Abformung über KI-gestützte Behandlungsplanung bis hin zu computergesteuerten Implantationen.

Von A wie Amalgam über S wie Sopron bis zu Z wie Zahnimplantat: Ronny Tekal widmet sich anlässlich des Tages der Zahngesundheit, der jährlich am 25. September begangen wird, allen Fragen rund um das strahlende Lächeln.

Zu Gast:

Polina Kotlarenko
Leiterin der Spezialambulanz "Smile Design" an der Universitätszahnklinik Wien
Vize-Kongresspräsidentin und Mitorganisatorin des 50. Österreichischen Kongresses für Zahnmedizin, 1. bis 3. Oktober 2026, Wien.


Inklusion oder Sonderschule - was macht Kinder gesünder?

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung. Wie dieses Recht umgesetzt wird, darüber gibt es jedoch eine bildungspolitisch aufgeladene Debatte: Dem Konzept, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf seperat in Sonderschulen zu unterrichten, steht die gemeinsame Schule für alle Kinder und Jugendlichen, mit und ohne Behinderungen, offen. Eine derartige Institution ist das Zentrum inklusiver Schulen in der Leopold-Ernst-Gasse in Wien, Döbling. Hier lernen Kinder unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Ressourcen und Fähigkeiten, gemeinsam. Soziale, körperliche und intellektuelle Unterschiede werden hier nicht als Hindernis, sondern als Vielfalt begriffen.
Während Grüne, SPÖ und NEOS gemeinsame Bildung als Zukunftsweg betonen, verteidigen ÖVP und FPÖ die Sonderschule als notwendige und passgenaue Alternative für Kinder mit hohem Förderbedarf. Der Trend zur schulischen Inklusion ist rückläufig - es fehlen Ressourcen, die Rahmenbedingungen begünstigen Sonderschulen. Anna Raberger hat sich das inklusive Konzept angesehen.

Interviewpartner:

Tobias Buchner
Professor für Inklusive Pädagogik und Behinderungsforschung, Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft, Universität Wien


Rubrik "Eine Frage noch"

"Wie errichte ich eine Patientenverfügung?"

Die Antwort gibt Gerhard Jelinek, Leiter der Wiener Pflege- und Patient:innenanwaltschaft.
Ein Beitrag von Norbert Peter.

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