Zwischenruf
Die Früchte des Feldes und die Früchte des Lebens
von Jutta Henner, Direktorin der österreichischen Bibelgesellschaft
27. September 2026, 06:55
Service
In der Nacht auf den vergangenen Mittwoch war der astronomische Herbstbeginn. Eine Jahreszeit, die als Erntezeit gilt. Und die Ernte fällt von Jahr zu Jahr unterschiedlich aus - mal reichlicher, mal knapper.
Von Saat und Ernte, von Früchten, die Nahrung bieten für Mensch und Tier, davon weiß auch die Bibel viel zu erzählen. Für Menschen in biblischer Zeit war es stets Grund zu Dankbarkeit, wenn die Früchte geerntet wurden. (Dankbarkeit, die sich auch im Teilen der letztlich von Gott geschenkten Gaben mit denen, die weniger haben, äußert.
Das Leben im Rhythmus der Zeit prägte den Alltag in biblischer Zeit, ganz im Sinn der Verheißung die Gott nach der Sintflut Noah und allem, was lebt, gab: "Nie werden aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." (1 Mos/Gen 8, 22 GNB). Die Bibel mahnt auch dazu, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte ja nicht zu verpassen; im Buch der Sprüche steht: "Im Herbst mag der Faulpelz nicht pflügen; später will er ernten und kann nichts finden." (Spr 20,4)
Weil Saat und Ernte in biblischer Zeit so sehr zum Leben dazu gehörten, werden Bilder aus diesem Bereich in der Bibel auch im übertragenen Sinn verwendet. Mit Früchten ist dann das gemeint, was Menschen mit ihren Worten, ihrem Tun oder ihrem Nicht-Tun bewirken. Geradezu sprichwörtlich ist hier eine Aussage aus dem Propheten Hosea im Alten Testament: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. (Hos 8,7) Ich würde mir wünschen, dass diese Mahnung heute im politischen Diskurs die nötige Beachtung fände.
Im Neuen Testament - und dort im Lukasevangelium - erzählt Jesus ein Gleichnis: "Ein gesunder Baum trägt keine schlechten Früchte und ein kranker Baum trägt keine guten. An den Früchten ist zu erkennen, was jeder Baum wert ist. Von Disteln kann man ja auch keine Feigen pflücken und von Dornengestrüpp keine Weintrauben ernten. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im Herzen gut ist. Aber ein schlechter Mensch kann nur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund!"?(Lk 6,43-45)
Nach der Bibel hat man es - bis zu einem gewissen Grad - selbst in der Hand, wie sich Beziehungen zu Mitmenschen im Laufe des Lebens entwickeln: "Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten; dann kann er seinen Mutwillen an niemand mehr auslassen. Einem gütigen Menschen wünscht man Gutes, weil er sein Brot mit den Armen teilt." (Spr 22,8-9) Gerechtigkeit und Liebe, so jedenfalls die Bibel, sind zwei ganz entscheidende Haltungen, die das eigene Verhalten bestimmen sollen, damit das eigene Leben gelingen kann - oder, biblisch gesprochen, "Früchte bringt". Gott selbst ruft - dem Propheten Hosea im Alten Testament zufolge - dazu auf: ,Sät nach dem Maß der Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Liebe! (Hos 10,12) Das Wohl anderer im Blick haben und sich selbst zurücknehmen, das bringt der Bibel zufolge eine gute Ernte - für das eigene Leben und für das anderer. Man kann das als fromme, naive Worte aus alter Ze
Sendereihe
Gestaltung
Playlist
Komponist/Komponistin: Sergej Prokofieff
Vorlage: Sergej Prokofieff
Vorlage: William Shakespeare
Album: Shadows of my Ancestors
* Nr. 2: Szene. Allegretto
Titel: 10 Stücke nach "Romeo und Julia" für Klavier, op. 75
Anderssprachiger Titel: Romeo und Julia. 10 Klavierstücke
Solist/Solistin: Behzod Abduraimov /Klavier
Länge: 01:31 min
Label: Alpha classics ALPHA1028
EAN: 3701624510285
Komponist/Komponistin: Sergej Prokofieff
Vorlage: Sergej Prokofieff
Vorlage: William Shakespeare
Album: Shadows of my Ancestors
* Nr. 3: Menuett. Assai moderato
Titel: 10 Stücke nach "Romeo und Julia" für Klavier, op. 75
Anderssprachiger Titel: Romeo und Julia. 10 Klavierstücke
Solist/Solistin: Behzod Abduraimov /Klavier
Länge: 02:57 min
Label: Alpha classics ALPHA1028
EAN: 3701624510285
