Weltbrustkrebstag: Frau hält rosa Masche an den Oberkörper

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Weltbrustkrebstag: Leben nach der Diagnose

Schutz oder Freiheitsbeschränkung ++ Auto im Wasser: Wenn Sekunden entscheiden ++ Live Am Puls - Sprechstunde: Leben mit metastasierendem Brustkrebs | Zu Gast: Kathrin Strasser-Weippl, Onkologin, Linz; Jana Marcek, Ärztin und Betroffene; Andrea Schöniger-Hekele, Unternehmerin und Betroffene | Moderation: Maria Harmer | Redaktion: Ronny Tekal | Anrufe: 0800 22 69 79 | E-Mail: ampuls@orf.at

Metastasierender Brustkrebs: Keine Heilung, aber Leben

Die Diagnose Brustkrebs trifft unvermittelt. Ein Schock, denn das Leben ist von einem Moment auf den anderen nicht mehr so, wie es war. Das Mamma-Karzinom ist mit rund 30 Prozent aller bösartigen Tumoren die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Österreich. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Die gute Nachricht: Wenn Brustkrebs frühzeitig erkannt wird, können weit über 90 Prozent der Patientinnen dauerhaft geheilt werden.

Hat der Tumor bereits gestreut und Metastasen in anderen Organen wie Knochen, Leber, Lunge oder Gehirn gebildet, gilt die Erkrankung in der Regel jedoch als nicht mehr heilbar. Bei rund fünf Prozent aller Brustkrebs-Neuerkrankungen (ca. 300 Patientinnen in Österreich) hat der Krebs bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose Tochtergeschwülste gebildet. Rund dreimal so häufig kann sich nach einer Brustkrebserkrankung im Laufe der Zeit ein Rezidiv mit Fernmetastasen entwickeln. Die Lebenserwartung ist dabei abhängig von den Eigenschaften des Tumors und auch davon, welche Organe betroffen sind. Doch auch wenn keine Remission zu erwarten ist, lässt sich ein Fortschreiten der Erkrankung mit modernen, zielgerichteten Therapien häufig über lange Zeit aufhalten.

So kann die Krankheit Teil des gewohnten Alltags werden und muss auch nicht das gesamte Leben bestimmen. "Es gibt für uns kein 'Leben nach dem Krebs', sondern nur ein 'Leben mit dem Krebs'", sagt die Ärztin Jana Marcek, selbst an metastasierendem Brustkrebs erkrankt. Sie hat gemeinsam mit der ebenfalls betroffenen Unternehmerin Andrea Schöniger-Hekele die niederschwellige Selbsthilfegruppe "meta.talk.vienna" gegründet.

Der Oktober ist ein weltweiter Aktionsmonat, in dem alljährlich auf die Wichtigkeit der Vorsorge, Früherkennung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs aufmerksam gemacht wird. Viele öffentliche Gebäude strahlen nachts im rosa Licht, das "Pink Ribbon" gilt als Zeichen der Solidarität mit Brustkrebspatientinnen, aber auch der Hoffnung. Und natürlich auch als Erinnerung, einen Vorsorgetermin zu vereinbaren.
"Brustkrebs ist mehr als eine medizinische Diagnose" ist heuer das Motto der Österreichischen Krebshilfe, um das Leben und die individuellen Herausforderungen von Betroffenen in den Mittelpunkt zu rücken. Maria Harmer spricht am Weltbrustkrebstag, dem 1. Oktober, über neue Therapiemöglichkeiten und das Leben mit fortgeschrittenem Brustkrebs.


Zu Gast:

Jana Marcek
Ärztin, Betroffene und Mit-Initiatorin von meta.talk.vienna

Andrea Schöniger-Hekele
Unternehmerin, Autorin, Betroffene und Mit-Initiatorin von meta.talk.vienna

Kathrin Strasser-Weippl
Leiterin Tumorzentrum Oberösterreich
Medizinische Leiterin des Österreichischen Onkologie Forums (OeGHO)


meta.talk.vienna - niederschwellige Selbsthilfegruppe Raum Wien
E-Mail: metatalkvienna@gmail.com
Instagram: @meta.talk.vienna


Grenzen der Freiheit

Wer sich in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und sich selbst oder andere gefährdet, kann zwangsweise in eine psychiatrische Station verbracht werden, also gegen seinen oder ihren Willen und auch unter Anwendung von polizeilicher Gewalt. In der Regel ärztlich angeordnet und innerhalb von vier Tagen von einem Richter oder einer Richterin überprüft, ist diese Form des Freiheitsentzugs Alltag in der Psychiatrie. Doch auch in anderen Institutionen, etwa in Seniorenheimen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, berichtet man über eine steigende Zahl solcher Fälle: Alleine im Jahr 2025 kam es österreichweit 60.000-mal zu freiheitsentziehenden Maßnahmen: Jede Art von Freiheitsentzug muss dabei gemeldet werden und wird von Außenstehenden evaluiert, etwa durch die Volksanwaltschaft.
Lukian Guttenbrunner hat sich am schmalen Grat zwischen Schutz und Freiheitsentzug umgehört.

Interviewpartnerin:

Andrea Berzlanovich
Gerichtsmedizinerin
Volksanwaltschaft Wien


Rubrik "Eine Frage noch"

Lebensrettende Tipps: Wie komme ich aus einem versinkenden Auto?

Die Antwort gibt Daniel Pehböck, "Notarzt Daniel"
Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, Notarzt, Hall in Tirol

Ein Beitrag von Norbert Peter

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