Wahlplakate in Sarajevo, September 2026

APA-IMAGES/AFP/ELVIS BARUKCIC

Europa-Journal

Bosnien, Litauen, Bulgarien

Bosnien: Im Frieden getrennt? +++ Litauen: Abrissprojekt AKW +++ Bulgarien: Musik, Party und Politik

Bosnien: Im Frieden getrennt?

Am 4. Oktober finden in Bosnien allgemeine Wahlen statt. Abgestimmt wird auf allen Ebenen, so auch über das dreiköpfige Staatspräsidium, bestehend aus Vertretern der drei Bevölkerungsgruppen - der Bosniaken, Kroaten und Serben. Das komplexe politische System des Landes ist ein Erbe des Friedensabkommens von 1995. Martha Georgiew geht in Sarajevo der Frage nach, wie die komplizierte Machtarchitektur Bosniens politische Landschaft bis heute prägt und welchen Unterschied diese Wahlen machen können.


Litauen: Abrissprojekt AKW

Das Atomkraftwerk Ignalina in Litauen war ein Vorzeigeprojekt der Sowjetunion. Baugleich mit dem Unglücksreaktor von Tschernobyl, ging es 2009 vom Netz. Seither wird Ignalina rückgebaut: ein Mammutprojekt, das noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen könnte. Derzeit wird der Abbau der beiden strahlenden Reaktorkerne geplant - das wurde weltweit noch nie gemacht. Ein Reaktorkern ist bereits geschlossen, der zweite wird in wenigen Wochen für die Öffentlichkeit gesperrt. Stefan Gehrer konnte noch einen letzten Blick darauf werfen.


Bulgarien: Musik, Party und Politik

Der nächste Eurovision Song Contest wird im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden. Als Austragungsort setzte sich allerdings nicht wie erwartet die Hauptstadt Sofia durch, sondern Burgas. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer mit rund 200.000 Einwohnern ist eine Tourismushochburg, doch kritische Stimmen bezweifeln, dass Burgas für ein Großevent wie den ESC gerüstet ist. Diljana Lambreva hat recherchiert, welche Rolle die Politik bei der Auswahl des Austragungsorts für das Großevent gespielt hat.

Moderation: Martha Georgiew, aus Sarajevo

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