Reagenzgläser im Labor von Peter Hegemann

APA-IMAGES/AFP/TOBIAS SCHWARZ

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Medizinnobelpreis 2026

Optogenetik mit Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet, Österreicher im Favoritenkreis, Frauen weiter in Minderzahl

Optogenetik mit Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet

Karl Deissenroth von der Universität Stanford in den USA sowie Peter Hegemann von der Humboldt Universität Berlin und Georg Nagel von der Uni Würzburg werden heuer mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Sie bekommen den begehrten Preis für ihre gemeinsame Arbeit zur Optogenetik, die grundlegend dafür war uns ist, mehr über unser Gehirn zu verstehen. Den Forschern ist es gelungen zu belegen, dass man Nervenzellen mit Lich an- und ausschalten kann, und damit kausale Zusammenhänge zum Verhalten herzustellen. Neue Therapien etwa bei bestimmten Formen von Blindheit waren dadurch möglich, und viele weitere Erkenntnisse werden noch kommen, so das Nobelkomitee.

Mit: Thomas Perlmann, Generalsekretär der Nobelversammlung, und Abdel el Manira, Mitglied der Nobelversammlung


Optogenetik: Österreicher im Favoritenkreis

Die Optogenetik wurde in den letzten Jahren immer wieder als auszeichnungswürdiges Feld genannt. Die drei Laureaten zählen zu den Pionieren dieses Faches. In der Optogenetik gibt es aber auch einen Österreicher, der immer wieder zum engeren Favoritenkreis gezählt wurde, Gero Miesenböck, derzeit tätig an der Universität Oxford. Er hat mit Hilfe von Licht Neuronen gezielt angesteuert, also sozusagen ein- und ausgeschaltet - vor allem im Gehirn der Fruchtfliege, Drosophila melanogaster, das ist einer der bekanntesten Modellorganismen in der Biologie.

Mit: Robert Czepel, Wissenschaftsredaktion


Nobelpreise: Frauen weiter in Minderzahl

Lise Meitner oder Rosalind Franklin hatten einen Nobel-Preis absolut verdient, aber nie bekommen; oder auch an Jocelyn Bell Burnell, die 1967 Pulsare, also rotierende Neutronensterne, entdeckt hat - eine absolut revolutionäre Entdeckung, für die auch der Physik-Nobelpreis vergeben wurde, aber nicht an sie, sondern an ihren Doktorvater. In der Wissenschaftsforschung gibt es dafür auch einen Namen: Man spricht vom Matilda-Effekt, wenn Frauen systematisch übergangen werden. Benannt nach der Soziologin Matilda Gage, die solche Schieflagen schon im 19. Jahrhundert beschrieben hat.

Mit: Robert Czepel, Wissenschaftsredaktion

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