15 Jahre Alma

FRANZ KREIS

Spielräume

Die zauberhafte Welt der Gruppe Alma

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Zum 15. Geburtstag der Band, die Volksmusik fürs heute macht

15 Jahre sind gleichzeitig viel und wenig.
Auf der einen Seite wirkt das Jahr 2011 wie aus einem anderen Zeitalter.
Auf der anderen Seite scheint es wie gestern, dass sich in jenem Jahr fünf junge Menschen zusammenfanden, um ihre jeweils eigenen musikalischen und sonstigen Wurzeln zu einem gemeinsamen Gewächs zu veredeln.

Die Alpen, der skandinavische Norden, die österreichische Klassik, der Jazz, die freie Improvisation, Performance, Singer-Songwriter: Aus denkbar weit voneinander entfernten Zutaten entstand - und entsteht bis heute - eine berückende Musik, die ganz tief in der Tradition verwurzelt und trotzdem zeitgenössisch ist. Anspruchsvoll und verführerisch. Rau und zart. Alma singen Jodler, dass es einem das Herz wärmt. Sie fahren mit einer groove durch schnelle Nummern, dass man sich anschnallen muss. Sie verbinden sorgfältige Behutsamkeit mit draufgängerischer Spontaneität.

Und das alles mit dem sehr einfachen Soundkonzept aus Geigen, Harmonika und Bass. Und Gesang! Die Schwestern Julia und Marlene Lacherstorfer aus Oberösterreich stecken gewissermaßen den Rahmen ab, zwischen Bandleaderin und Kontrabassistin. Evelyn Mair aus Südtirol, der Salzburger Matteo Haitzmann und Marie-Theres Stickler aus Niederösterreich komplettieren das Quintett, dessen Besetzung - und das ist alles andere als gewöhnlich - seit 15 Jahren gleichgeblieben ist.

Die ersten Konzerte ihrer Jubiläums-Tournee sind gespielt - und gefeiert! Weitere folgen Anfang November. Es gilt der Gemeinplatz: Alma muss man hören, um zu wissen, was sie ausmacht. Zum Beispiel in diesen Spielräumen.

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