Moment
Autochthon oder neu zugezogen: Die Roma
Eine Volksgruppe kämpft gegen Diskriminierung
8. Oktober 2026, 15:30
Josef Schmidt, Jahrgang 1971, ist in einer ehemaligen Roma-Siedlung im burgenländischen Bezirk Oberwart aufgewachsen. Wenn es Streit gab, wurde er von seinen Schulkollegen oft mit dem Z-Wort beschimpft, sagt er. Heute arbeitet er beim ebenfalls dort ansässigen Verein "Roma Service".
Dass die Diskriminierung gegen Roma bis in die Gegenwart andauert, zeigt eine von der Polizei Neusiedl am See verbreitete Warnung vor "fahrendem Volk" von heuer im Mai. Als Roma fühlte sich Schmidt dadurch angegriffen, und er hatte das Gefühl, dass man damit einmal mehr alle Roma in einen Topf werfe. Er selbst gehört zu der von Österreich als autochthone Minderheit anerkannten Volksgruppe der Roma, die seit vielen Generationen im Burgenland lebt.
Über Vereine und Initiativen unterstützt werden aber auch Roma und Sinti, die neu in Österreich leben. Der älteste dieser Vereine ist Romano Centro in Wien. Ziel der Einrichtung ist es, Menschen bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen, Frauen in Krisen zu stärken und Schülerinnen und Schülern individuelle Lernhilfen anzubieten.
Die Sendung ist der vierte und letzte Teil der Schwerpunktwoche "Volksgruppen".
