LongPlay
Martha Argerichs Urknall-Debüt
Energie, Brillanz, Mythos: Im Juli 1960 spielte eine 19-jährige Argentinierin im Beethovensaal in Hannover ein Album ein, das zu einem Klassiker der Tonträgergeschichte werden sollte.
24. Oktober 2026, 13:00
In dieser Ausgabe von "Longplay" steht Martha Argerichs "Début Recital" im Mittelpunkt - eine Aufnahme, die bis heute durch ihre technische Brillanz und interpretatorische Intensität besticht.
Die Vorgeschichte hatte aufhorchen lassen: 1957 gewann die junge Martha Argerich innerhalb weniger Wochen die großen internationalen Klavierwettbewerbe in Bozen und Genf. Die Erwartungen an ihre erste Studioaufnahme für die Deutsche Grammophon waren entsprechend hoch. Als die LP 1961 erschien, sorgte sie in der Fachwelt für großes Aufsehen. Mit einer Kombination aus rhythmischer Schärfe, physischer Kraft und zugleich analytischem Blick setzte die Pianistin neue Maßstäbe für die Interpretation des romantischen und modernen Repertoires.
Das Programm der Original-LP umfasst neben den zwei Rhapsodien op.79 von Johannes Brahms und Maurice Ravels "Jeux d'eau" unter anderem auch Sergej Prokofjews berüchtigte "Toccata" op.11.
1995 erschien in der Reihe "The Originals" der Deutschen Grammophon eine maßgebliche Wiederveröffentlichung auf CD. Das ursprüngliche Rezital wurde hier um ein weiteres bedeutendes Aufnahme-Dokument der Pianistin ergänzt: Franz Liszts monumentale Klaviersonate in h-Moll aus dem Jahr 1971.
Service
Martha Argerich: Début Recital
Deutsche Grammophon, 1995
