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Kinder brauchen Sport (4)

Gibt es zu viel Sport?

Es gibt Persönlichkeiten und Talente, die die extremen sportlichen Herausforderungen schon früh suchen. Intensivere und mehr Trainingseinheiten variieren je nach Sportart - im Turnsport wie auch im Ballett sind Kinder schon früh gefordert, die körperlichen Grundlagen für eine spätere Karriere anzulegen.
Der frühe Fokus wird in Österreich nicht nur im Schulsystem gefördert und gefordert - auch im Sport wird früh zwischen begabt und nicht begabt unterschieden.

Im Fußball sind es Scouts, die sich überregional auf die Suche nach dem nächsten David Alaba oder Marcel Sabitzer machen.

Mit einer intensiven Ausübung einer Sportart steigen auch die Anforderungen an ein flexibles Unterrichtssystem. Das bieten zum Beispiel spezielle Oberstufenschulen, die an Sportleistungszentren angebunden sind, bzw. gibt es die Möglichkeit, einen Lehrberuf neben dem jugendlichen Leistungssport zu erlernen. So absolvieren die Jugendlichen quasi zwei Ausbildungen parallel: die leistungssportliche und die schulische als Grundlage einer besonders vielseitigen beruflichen Karriere. Im Skisport sind es Skigymnasien bzw. bereits Ski-Mittelschulen, die mitentscheiden, ob den Kindern der Weg zum Weltcup ermöglicht wird.

Von außen wird oft ein vermeintlich hoher Druck im jugendlichen Leistungssport kritisiert. Doch oft ist es nicht der Leistungssport per se, der Druck auf die jungen Sporttalente ausübt, sondern ein System, in dem um die Vergabe von Fördergeldern gestritten wird.

Und noch ein Thema ruft die Kritiker auf den Plan: sexuelle Übergriffe in den Sportzentren. In den vergangenen Jahren haben sich Kinderschutzkonzepte (z.B. bei der Sportunion Österreich) etabliert, die präventiv sexuelle Übergriffe oder körperliche Gewalt verhindern sollen.

Gestaltung: Margit Atzler

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