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Dimensionen
Rückkehr ins Analoge
Über ein Leben zum Anfassen in digitalen Zeiten
24. November 2026, 19:05
Vinylplatten, Papierkalender, Dumbphones, Fotofilm, Strickkurse, Offline Clubs und vieles mehr. Das analoge Leben scheint wieder Konjunktur zu haben. In einer Gegenwart, die von permanenter Erreichbarkeit, algorithmischer Taktung und digitaler Überforderung geprägt ist, wächst die Sehnsucht nach Materialität, Konzentration und einem anderen Tempo. Das Analoge verspricht Anwesenheit, Handwerk, Körperlichkeit und manchmal auch: Ruhe. Aber was genau suchen die Rückehrer:innen im Analogen eigentlich? Geht es um den Widerstand gegen die Plattformlogik, um den Wunsch nach Entlastung oder nur um einen ästhetisierten Lebensstil, der sich gut vermarkten lässt? Und ist digitale Enthaltsamkeit womöglich nur ein Privileg für alle, die Zeit, Geld und kulturelles Kapital haben?
Von Kaspar Arens
