Im Gespräch
Steffen Mau, Soziologe
Im Gespräch mit Armin Wolf
27. November 2026, 16:05
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben sich westliche Gesellschaften nie so polarisiert angefühlt wie in den letzten Jahren - von der Flüchtlingsbewegung 2015 über den Brexit, die Wahlsiege von Donald Trump, Covid, den Ukraine- und Gaza-Krieg, bis zum scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg weit rechter Parteien von Frankreich über Italien bis Deutschland und Österreich. Doch obwohl es so aussieht: Unsere Gesellschaften sind gar nicht so polarisiert, wie wir glauben, sagt der deutsche Soziologe Steffen Mau und er kann das mir viel empirischer Forschung belegen.
Mau, geboren 1968 in Rostock, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität Berlin und Direktor der Abteilung Ungleichheit, Transformation und Konflikt am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft. Seine Bücher "Sortiermaschinen.", "Ungleich vereint" und "Triggerpunkte" (mit Thomas Lux und Linus Westheuser) wurden allesamt Bestseller und ihr Autor zum vielgefragten Gesellschafts-Erklärer weit über Deutschland hinaus.
Armin Wolf spricht mit Steffen Mau über Konsens und Konflikte, den Aufstieg extremer Parteien und über die Krise der liberalen Demokratie.
