Musik

Namenlose - Dominik Plangger

Von: Namenlose - Dominik Plangger | 11. Mai 2020, 18:52

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„Das ist ein so schönes und wichtiges Lied, gerade jetzt wo das alles so sträflich vergessen wird.“

Konstantin Wecker

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Während ein Virus die Welt fest im Griff hat und unser Blick nicht weiter reicht als bis zur nächsten Fall-Statistik, hat andernorts unbeschreibliches Leid nie aufgehört. Während wir uns in unseren behaglichen Häusern und Wohnungen über zeitweilige Einschränkungen empören, herrscht anderswo unaussprechliches Elend.

„namenlose“ ist ein eindringlicher Song, mit dem Dominik Plangger wach rüttelt und uns mahnt, auch und gerade jetzt nicht die Augen zu verschließen. Das Leid dieser Menschen ist nicht weniger geworden, nur weil uns ihr Schicksal nicht mehr tagtäglich vor Augen geführt wird.

Es sind Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben mit nichts als ihren Kleidern am Leib ihre Heimat verlassen haben und in einem der dunkelsten Kapitel der neueren Zeit gelandet sind. Lasst uns wach bleiben und gemeinsam diese Welt zu einem besseren Ort machen.



Brief von Dominik Plangger an die Fans:

Liebe Freunde!

Als ich vor Jahren das erste Mal den Song „Deportee“ von Woddy Guthrie und Martin Hoffman hörte, war ich sehr ergriffen. Das Lied handelt von mexikanischen Landarbeitern, die beim Flug in ein Abschiebezentrum ums Leben kamen. Die Medien berichteten über den Absturz, erwähnten aber nur die vier amerikanischen Besatzungsmitglieder namentlich, die anderen Todesopfer wurden lediglich als „deportees“ bezeichnet.
Ich habe dieses Lied jetzt, zusammen mit Claudia Fenzl, ins Deutsche und in die heutige Zeit übertragen, und die unsägliche Flüchtlingssituation zum Thema gemacht. Auch in dieser Zeit, wo alles im Schatten von Corona steht, sollten wir nicht auf diese Menschen vergessen.
Wir können dazu beitragen, dass ihre Geschichten gehört werden und sie nicht als Namenlose untergehen.
Euer Dominik Plangger

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