Fleisch

Von: Matthias Van Esbroeck // Jacqueline McNichol | 5. Jänner 2026, 14:34

  1. Schließen Sie die Augen… ja, Sie, die Zuhörerin.
Konzentrieren Sie sich auf die Stille. Was liegt zwischen den Geräuschen.
Konzentrieren Sie sich auf die Stille.
Nicht auf das, was Sie hören - sondern auf das, was zwischen den Geräuschen flimmert. Intervalle, Luftpegel, Resonanzen. Dort wo der Raum kurz innehält. Wo der Atem stockt, bevor er wieder fließt. Hören Sie dahin.
  1. Fühlen Sie, wie der Speichel sich im Mund sammelt … ein warmes Gewicht auf der Zunge. Temperatur, Menge, Bewegung. Spüren Sie ihren Herzschlag hinter den AugenNasenspitzeOhrenLiderBrustraumHalsHände. Legen Sie eine Hand an ein Ohr Ihrer Wahl- hören Sie das Blut rauschen? Knackt es in den Ohren, als würde Ihr Körper sich selbst belauschen.?
  1. Können Sie Ihr Skelett fühlen, wenn Sie nur lange genug versuchen? Den Schädel, die Zehen, Lauschen Sie. SchädelWirbelRippenBauchdeckeBeckenFinger. Hören Sie das Reiben Ihrer eigenen Knochen, tief in Ihnen.
Merken Sie, wie Ihre Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) fliesst und gegen Ihr Knochengewebe schwappt?
  1. Und nun … verlagern Sie die Wahrnehmung auf das Gewebe darüber. Registrieren Sie, das, was über den Knochen liegt, Sehnen, Muskeln, Fett, Fleisch.
Fleisch, das sich verschiebt und Fasern, die übereinander gleiten, reißende Faszien.
Wie das Fleisch auf den Knochen reibt und Quietscht…körperliche Datenpunkte. Treten Sie aus dem linearen Ablauf der Bewegung heraus.
  1. Lauschen Sie aktiv nach. Hat Ihr Körper noch Geräusche gemacht, während Sie lauschten? Manchmal hört man Dinge nur, wenn man richtig zuhört…Geräusche wie Schemen im Augenwinkel des Hörens.

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Schließ die Augen