Keine Rückkehr Putins als Präsident

Der bisherige Kremlberater Gleb Pavlovsky ist bei seinem bisherigen Mentor Vladimir Putin in Ungnade gefallen. Der Grund dafür: Gleb Pavlovsky hat sich ein Jahr vor den nächsten Präsidentenwahlen in Russland öffentlich auf die Seite von Präsident Medwedjew geschlagen.

Mittagsjournal, 01.07.2011

Gegen Rückkkehr nach vier Jahren

Er hat 15 Jahre lang die Mächtigen im Kreml beraten - Jelzin, Putin und Medwedjew. Gleb Pavlóvsky ist der bekannteste Kremlstratege und Leiter des größten russischen Thinktanks in Moskau. Doch nun ist der Kremlberater bei seinem bisherigen Mentor Vladimir Putin in Ungnade gefallen. Der Grund dafür: Gleb Pavlovsky hat sich ein Jahr vor den nächsten Präsidentenwahlen in Russland öffentlich auf die Seite von Präsident Medwedjew geschlagen. Der bisherige Putin-Getreue befürwortet nun eine zweite Amtszeit von Medwedjew und drängt auf Reformen in Russland.

Dmitrij Medvedjev sei einfach der logische Kandidat für die kommenden Präsidentenwahlen, ist der langjährige Putin-Berater Gleb Pavlovsky überzeugt: Das heißt nicht, dass Putin per se ein schlechter Kandidat. Aber ich bin überzeugt, dass man in der Politik keinen Schritt zurückgehen soll. Putin hat Medwedjew vor 4 Jahren hervorgebracht, wenn Putin jetzt aber selber wieder bei den Präsidentenwahlen antritt, dann würde das bedeuten, dass die letzten 4 Jahren einfach nur ein politisches Spiel waren. Das Vertrauen der Menschen in das Präsidentenamt wäre damit schwer erschüttert.