"Den Menschen spüren, der selber spricht"

Peter Gluchi, Geschäftsführer

Das Radio begleitet Peter Gluchi schon durch sein ganzes Leben. Heute ist Radio für ihn Ö1, und das aus vielen Gründen: keine Werbung, ein vielfältiges Angebot, weit gefächerte Musik, Dokumentationen, Hintergrundberichte - und die gut aufbereitet.

Vor zwei Jahren habe ich zu Weihnachten Funkkopfhörer bekommen, die sind ideal: Das Radio wird aufgedreht, ich kann in der Wohnung herum marschieren und meine Lieblingssendungen hören. Samstags und sonntags kann es zu Problemen mit der Familie kommen, weil samstags sind in einer genialen Linie "Klassik-Treffpunkt", "help" und das Mittagsjournal mit "Im Journal zu Gast" und dem Wochenendwetterbericht.

Sonntags ist es die Kabarettsendung "Guglhupf", die der Familie im Wege steht. Ich mag diese Art der satirischen Wochenzusammenfassung. Diesen Typus von Sendung kenne ich seit meiner Kindheit, damals war das "Der Watschenmann".

Radio ist für mich auch Kindheitserinnerung. Wir sind zu dritt im Schlafzimmer unserer Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnung gelegen, wir Buben und die Mama, und haben bibbernd im Bett liegend "Wer ist der Täter?" gehört. Die Magie des Radios ist ja, dass Bilder im eigenen Kopf entstehen. Und Gefühle: Fenster offen, Vögel zwitschern und im Hintergrund der "Frühschoppen", das ist mein Sonntagsgefühl.

Radio heute ist für mich Ö1, aus zwei Gründen: keine Werbung und ein vielfältiges Angebot, weit gefächerte Musik, Dokumentationen, Hintergrundberichte. Und immer gut aufbereitet. Was ich besonders liebe, sind Original-Gespräche. Ich lese in der Zeitung Interviews gerne, aber im Radio sind Leute im "Originalton" einfach besser. Wie reagieren sie auf Fragen, wie drücken sie sich aus? Ein näheres Informationsgut gibt es nicht, als direkt den Menschen zu spüren, der selber spricht. Nicht nur der Inhalt ist für mich interessant, sondern auch, dass das Gespräch zugelassen wird. Das ist eine soziale-kommunikative Bereicherung: zu hören, dass Leute miteinander im Gespräch sind.

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Lukas Beck