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Mexiko: Ein Hammerhai im Binnensee

Die "Cenotes" auf Mexikos Halbinsel Yucatán bergen viele Geheimnisse. Der deutscher Höhlentaucher Robert Schmittner glaubt, die tausenden wassergefüllten Höhlen sind miteinander verbunden. Er sieht, was keiner vor ihm gesehen hat und versucht die Cenotes zu schützen.

Eines Morgens entdeckt der Fischer Jaime Beltrán Centeno ein Wesen im Süßwassersee Chichankanab, das da nicht hingehört: einen Hammerhai. Wie kommt dieses Meerestier in einen See, der 100 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Der Höhlentaucher Robbie Schmittner sucht die Antwort unter der Erde, in wassergefüllten Höhlen, den "Cenotes". Er glaubt an ein gigantisches unterirdisches Netzwerk, das größte wassergefüllte Höhlensystem der Welt, das bis zum Meer reichen könnte und von dem wir nur einen winzigen Teil kennen. Geboren ist Robbie Schmittner im Spessart, aber schon seit mehr als 25 Jahren taucht er in den Cenoten und sucht Verbindungen zwischen den Höhlen. Die Zeit drängt: Verschmutzung bedroht diese einzigartigen Ökosysteme. Mexikanische Aktivistinnen versuchen, sie zu retten. Gleichzeitig kommen massenhaft Touristen, um in ihnen zu baden. Für die Maya sind Cenoten der Eingang zur Unterwelt. Legenden und Mythen ranken sich um sie. Aber auch die Wissenschaftl steht immer wieder vor Rätseln. Die Unterwasserhöhlen von Yucatan in Mexiko gehören zu den geheimnisvollsten Orten der Welt.

Das Wort "Cenote" kommt von dem Maya-Wort dz'onot, was "Höhle mit Wasser" bedeutet. Er bezeichnet einen natürlichen Brunnen in einem Kalkgestein, der durch den Einsturz der Decke einer oder mehrerer Kavernen entstanden ist. Diese riesigen Wasserlöcher spielten eine sehr wichtige Rolle im Leben der Maya. Es war ihre hauptsächliche Wasserquelle im Dschungel. Dies zeigt sich daran, dass viele Städte und Siedlungen in Yucatán in der Nähe von Cenoten errichtet wurden.

Gestaltung: Nelly Ritz, Übernahme BR 2026

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