Zervikogener Kopfschmerz

Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt - fast jeder Mensch leidet gelegentlich darunter. Für mindestens 15 Prozent der Bevölkerung stellen Kopfschmerzen eine mehr oder weniger ständige Pein dar.

Nach Untersuchungen der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft behandeln acht von zehn Kopfschmerzpatienten ihre Beschwerden selbst, suchen also keinen Arzt auf.

Dies ist erstens meist nicht sehr Ziel führend, denn der Rat eines Spezialisten ist in der Regel wertvoll. Dies kann zweitens gefährlich sein, denn durch eine medikamentöse Selbstbehandlung verschlimmern sich bei jedem zweiten Betroffenen die Beschwerden. Denn die Einnahme von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann selbst zu Kopfschmerzen führen. Klingt paradox - ist aber so!

Der zervikogene Kopfschmerz

Der so genannte zervikogene Kopfschmerz tritt typischerweise einseitig und immer auf derselben Seite auf. Er geht vom Nacken aus, strahlt nach vorn in die Stirngegend und/oder in den Schulter- Armbereich aus. Die Auslöser für diesen Schmerz sind häufig Verspannungen der Nackenmuskulatur und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule.

Bei Kopfschmerzen infolge von Wirbelsäulenschäden oder -veränderungen sind Manuelle Medizin, Osteopathie, Heilgymnastik, Akupunktur oder Elektroakupunktur einen Versuch wert.

Die Schmerz-Hotline

ExpertInnen der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft stellen sich für telefonische Auskünfte zur Verfügung. Heute beantwortet OA Dr. Franz; Leiter der Schmerz- und Migräneambulanz an der Universitätsklinik Innsbruck Ihre Fragen. Ab 14:20 Uhr unter der Telefonnummer: 0512 / 504 - 238 61.

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Hör-Tipp
Radiodoktor - Gesundheitsmagazin, Montag, 29. Jänner 2007, 14:05 Uhr