Tausende nahmen Abschied vom Präsidentenpaar

Polen: Kaczynski feierlich beigesetzt

Das Flugverbot in Europa hat dazu geführt, dass viele Staatsgäste nicht zum Begräbnis des polnischen Präsidenten kommen konnten. In Krakau erwiesen aber zehntausende Menschen dem bei dem Flugzeugunglück vor acht Tagen getöteten Lech Kaczynski und seiner Frau Maria die letzte Ehre.

Polen: Kaczynski feierlich beigesetzt

Mozarts Requiem zum Auftakt

Der Trauergottesdienst in der Marienkirche von Krakau begann mit den Klängen des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Messe hielt der Erzbischof von Krakau, Stanislav Dziwisz, der engste Vertraute des früheren polnischen Papstes. In seiner Ansprache sagte Dziwisz: "Die Tragödie von Katyn hat zwei Völker auseinandergebracht. Die Tragödie von Smolensk und all die Hilfe, die wir von unseren russischen Brüdern erhalten haben, lässt uns hoffen, dass unser beiden Völker sich wieder annähern."

Tragödie als Neubeginn?

Dziwisz wandte sich damit direkt an den russischen Präsidenten Dmirti Medwedjew, der sich die Teilnahme an dem Begräbnis trotz Luftraumsperre nicht nehmen ließ. Eine Geste, die in Polen verstanden wird. Die Särge des Präsidentenpaares wurden anschließend zur Beisetzung auf den Wawel, die Königsburg von Krakau, gebracht.