Uni-Rektoren üben heftige Kritik an Fremdenrecht

Nicht-EU-Studenten unerwünscht?

Die Universitätsrektoren kritisieren einmal mehr, dass die österreichischen Fremdengesetze Studenten aus Nicht-EU-Staaten massiv benachteiligen. Sie warten zu lange auf Einreise- und Aufenthaltsbewilligungen, heißt es. In einem Brief fordern die Rektoren den Außen, die Innen- und die Wissenschaftsministerin wörtlich auf, der Willkür ein Ende zu setzen.

Abendjournal, 21.05.2010

Falsche Informationen, extrem lange Wartezeiten

Wer aus einem Nicht-EU-Staat kommt und in Österreich studieren möchte, den stellt das Fremdenrecht vor große Probleme, bemängeln die Rektoren. Studienbewerber werden von österreichischen Behörden im Ausland falsch informiert, warten oft lange auf Genehmigungen, die dann noch dazu befristet sind und Beamte sind oft unkooperativ, so die Kritik.

Als Universitätsstandort uninteressant

Dadurch entsteht ein Bild Österreichs im Ausland, das untragbar ist, sagt der Rektor der Montan-Universität Leoben Wolfhard Wegscheider. Er fordert daher, dass Anträge von Austauschstudenten bevorzugt behandelt werden, sonst sei der Universitäts- und Forschungsstandort Österreich bald nicht mehr attraktiv.

Wieder Kritik von Unirektoren

Schon vor drei Jahren haben die Rektoren kritisiert, dass das Fremdenrecht internationale Forscher aus Österreich vertreibe. Studierende werden Gauner behandelt, Forscher wie Drogendealer, sagte damals der Vizerektor der Technischen Universität Wien.