Die Welt der Habsburger

Eine besondere Zeitreise ist seit heute, dem 26. Mai, online: "Die Welt der Habsburger" heißt die virtuelle Dauerausstellung die das Schloss Schönbrunn gratis ins Netz gestellt hat. Eine Fundgrube für Geschichtsneulinge wie für Spezialisten.

Da klickt man www.habsburger.net an, und es erscheint ein ganzer Kopfsalat: Damen und Herren aus den Jahre 1278 bis 1918 hüpfen einem regelrecht entgegen - es sind teils altbekannte Porträts regierender oder sonst wie auffällig gewordener Mitglieder der Häuser Habsburg, Habsburg Lothringen und Habsburg-Este.

Doch das ist nur der Anfang, sagt der Wirtschaftshistoriker Franz Eder, ein Mitgestalter der Seite: "Neben dem Kopfsalat gibt es noch andere Zugangsweisen, wie zum Beispiel eine Landkarte, in der man navigieren kann, eine Zeitleiste, inhaltliche Zugänge. Also wir haben ein bisschen die bekannten Porträts und Bilder auch genommen um in die Tiefe gehen zu können und andere Wege durch die Welt der Habsburger suchen zu können."

Informationen aus acht Jahrhunderten

Und so navigiert man sich nicht nur durch Herrscher- und Familiengeschichten, sondern erhält Informationen aus acht Jahrhunderten, sagt der Historiker Karl Vocelka, der die Seite ebenfalls wissenschaftlich mit betreut.

"Das heißt man kann nicht nur das Wohnen der Habsburger in Schönbrunn, sondern auch das Wohnen normaler Menschen in Mietskasernen, des 19. Jahrhunderts sehen. Also es soll auch immer ein sozialer, gesellschaftlicher, kultureller wirtschaftlicher Hintergrund, vor dem sich die Geschichte der Regierung der Habsburger abspielt, gezeigt werden."

Für Laien und Fachleute

Die Welt der Habsburger richtet sich an Laien gleichwie an Fachleute. Wer Basisinformationen will wird genauso bedient, wie der Geschichtsfreak, der nur schnell einmal ein Datum oder einen Zusammenhang nachschlagen will. Vor allem aber ist die virtulle Ausstellung eine Wühlkiste, weiß Karl Vocelka.

"Es ist etwas anders als ein Buch. Erstens einmal ist ein Buch abgeschlossen, wenn man es abgeschlossen hat, diese Sache ist nie abgeschlossen, man kann da immer etwas Neues dazugeben und neue Verweise finden. Dadurch, dass es die Möglichkeit gibt sich zu verlieren, in diesen Themen, das ist etwas, dass dazu führt, dass man sich in diese Zeit wirklich hineinarbeiten kann.

Service

Die Welt der Habsburger
science.ORF.at Endlich fortschrittlich: Habsburger im Internet

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