Sein letztes Abenteuer

Für immer Shrek

Seit 2001 sorgt der giftgrüne Shrek auf der Kinoleinwand für Überraschungen. Jetzt kommt der vierte und letzte Teil der Saga in die heimischen Kinos. In "Für immer Shrek" muss der sanftmütige Sumpfbewohner sein Märchenreich von einem Tyrannen befreien.

Kultur aktuell, 30.06.2010

Eigentlich sollte ein Oger ja vogelfrei durch die Wälder streifen und hie und da ein wenig Furcht verbreiten, doch Shrek steckt als dreifacher Familienvater in einem biederen Alltag fest, der aus Kindergeburtstagen und Windeln wechseln besteht. Mitten in seine Identitätskrise platzt ein Gnom, der ihm ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet: Er darf wieder für einen Tag wild und hemmungslos Oger sein, muss aber im Gegenzug auf einen anderen Tag aus seinem Leben verzichten.

Einsamkeit in 3D

Dieser Zeitenzauber lässt die Geschichte kippen und Shrek wacht in eine Welt auf, die ihn nicht und die er nicht kennt. Der gewissenlose Gnom sitzt jetzt auf dem Tyrannenthron und die Oger sind in den Untergrund gegangen und organisieren von dort aus den Widerstand.

Für Regisseur Mike Mitchell gab es mehrere gute Gründe, dieses Abenteuer in 3D zu realisieren: "Natürlich wirken die Kampfszenen in 3D besonders beeindruckend, etwa wenn Shrek von den Hexen auf ihren Besen verfolgt wird. Aber wir wollten 3D auch dazu verwenden, etwas über die Emotionen der Figuren zu erzählen. Mit 3D kann man das Bild ja nicht nur aus der Leinwand herausspringen lassen, man kann dem Raum damit auch eine ungeheure Tiefe geben. Und so stellten wir Shrek so in die Landschaft, dass er sich darin verlor und verstärkten so sein Gefühl der Einsamkeit."

Ein Ende mit Shrek

Lange tüftelten die Designern an den im Untergrund lebenden Ogern herum. Einmal waren sie zu hinterwäldlerisch angelegt, dann wieder zu militaristisch, einmal zu dümmlich, dann wieder zu clever. Schließlich fand man nicht nur einen glaubwürdigen Mittelweg, die Figuren bekamen auch alle ihr jeweils eigenes individuelles Gepräge.

"Eine wichtige Inspirationsquelle für unsere Zeichner waren die Videos von den Sprachaufnahmen", erinnert sich Produzentin Gina Shay. "Die Sprecher machten dabei die unglaublichsten Gesichter und diese verrückten Mimiken flossen direkt in die Gestaltung der Figuren ein."

Für den abschließenden Entscheidungskampf mobilisiert der böse Diktator noch einmal seine Untertanen. Natürlich gilt auch hier: Lieber ein Ende mit Shrek als ein Shrek ohne Ende, und so darf der giftgrüne Riese in den Schoß seiner Familie zurückkehren, bevor er seinen endgültigen Abschied von der Leinwand feiert.