Glawischnig kündigt weitere Aktionen an
Spektakuläre Aktionen gegen Ungerechtigkeiten
Die Grünen haben zuletzt in der Budgetdebatte für Aufsehen mit außergewöhnlichen Aktionen gesorgt: Unter anderem verzögerten sie im Nationalratsplenum den endgültigen Beschluss des Budgets durch viele namentliche Abstimmungen um Stunden. Eva Glawischnig hält dieses Konzept für sinnvoll.
8. April 2017, 21:58
Mittagsjournal, 29.12.2010
"Nachdenkprozess ausgelöst"
Bei Ungerechtigkeiten werden die Grünen weiter zu spektakulären Aktionen greifen, sagt die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Man müsse den beiden Regierungsparteien zeigen, dass ihre Politik in vielen Bereichen eben nicht gerecht sei, so Glawischnig. Mit ihren Aktionen im Parlament habe man einen Nachdenkprozess bei einigen Abgeordneten ausgelöst, die SPÖ habe bereits angekündigt, Einschnitte zurückzunehmen, sagt Glawischnig.
Regierungsbeteiligung in Wien
Die Regierungsbeteiligung der Grünen in Wien sieht Glawischnig als große Chance. Bereits wurde das Anliegen der Grünen, eine Kindergrundsicherung, realisiert, das sei bereits jetzt ein Erfolg, so Glawischnig. Bei Projekten der Klima-und Verkehrspolitik vertraue sie ganz der neuen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Bundesweit wollen die Grünen inhaltlich die führende Reformkraft werden, nennt Glawischnig ihr Ziel. 10 bis 11 Prozent bei den nächsten Nationalratswahlen wären ihr persönlich zu wenig.
Obergrenze bei Pensionen
Bei den Pensionen schlagen die Grünen eine Grundpension für alle, als Absicherung im Alter, vor. Ihr Modell sehe eine Untergrenze, aber auch eine Obergrenze, die der Obergrenze der ASVG-Pensionen entspricht, vor, sagt Glawischnig.
