Steuerreform soll Wirtschaft ankurbeln

BZÖ fordert Flat Tax

Wann soll eine Steuerreform kommen und wie soll diese aussehen? In dieser Frage sind sich die Regierungsparteien nach wie vor uneinig. Das BZÖ hat am Mittwoch sein Modell einer Steuerreform präsentiert. Die Idee ist nicht neu: Das Bündnis will einen einheitlichen Steuersatz für alle, eine sogenannte "Flat Tax".

Mittagsjournal, 29.6.2011

44 Prozent für alle

Das derzeitige Steuersystem sei so kompliziert, dass sich kaum mehr jemand auskenne, findet BZÖ-Chef Josef Bucher. Geht es nach dem BZÖ, sollen sich künftig alle ihre Steuer selbst ausrechnen können. Die Zauberformel lautet: Flat Tax einführen. Bucher schlägt eine Einheitsabgabe von 44 Prozent vor. Darin sei sowohl Einkommenssteuer wie auch Sozialversicherungsbeitrag enthalten. Es soll jedoch einen Freibetrag von 11.000 Euro geben.

25 Prozent für die Wirtschaft

Für die Wirtschaft soll eine Business-Tax gelten. Alle selbständigen Tätigkeiten sollten zusammengelegt werden und es solle der einheitliche Steuersatz von 25 Prozent gelten. Für Familien wünscht sich das Bündnis einen pauschalen Kinderabsetzbetrag von 9.000 Euro pro Kind und pro Jahr. Jede Bürgerin, jeder Bürger würde im Schnitt 700 Euro weniger Steuer zahlen, so Bucher.

Einsparungen bei der Verwaltung

Den Staat würde das in einem ersten Schritt 2,3 Milliarden Euro kosten. Geld, das aber wieder hereinkäme laut BZÖ-Rechnung. Denn im Gegenzug könne in der Verwaltung eingespart werden, weil jeder sich die Steuern selbst errechnen könnte. Außerdem rechnet das BZÖ durch diese Steuererleichterungen mit einem erhöhten Wirtschaftswachstum von einem Prozent.

Von dieser Steuerreform würde laut Bucher vor allem der Mittelstand profitieren. Verlierer wären Menschen mit hohem Einkommen.