Internationale Reaktionen

"Ende von Depotismus und Repression"

Genugtuung und Erleichterung kennzeichnen die ersten Reaktionen auf die Berichte über den Tod des libyschen Langzeitdiktators Muammar Gaddafi.

Abendjournal, 20.10.2011

Christina Greunz und Elisabeth Manas

EU-Erklärung

Als "Ende einer Ära von Depotismus und Repression" haben die EU-Spitzenpolitiker Herman Van Rompuy und Jose Manuel Barroso den von Vertretern des libyschen Übergangsrats verkündeten Tod von Diktator Muammar al-Gaddafi bezeichnet. Der EU-Ratspräsident und der EU-Kommissionschef betonten am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung: "Heute kann Libyen ein Kapitel seiner Geschichte abschließen und eine neue demokratische Zukunft in Angriff nehmen."

Sie riefen den Übergangsrat auf, einen Versöhnungsprozess auf breiter Basis zu verfolgen, der einen demokratischen, friedlichen und transparenten Übergang des Landes gewährleiste. Das libysche Volk habe zu lange an Depotismus und Repression gelitten.

"Gefühl der Erleichterung"

Außenminister Miachel Spindelegger (ÖVP) erklärte: "Mit dem Tod von Muammar al-Gaddafi gehen mehr als 42 Jahre Diktatur in Libyen zu Ende. Wenngleich Freude über den Tod eines Menschen nie angebracht ist, herrscht ein Gefühl der Erleichterung, denn jetzt hat das Blutvergießen endgültig ein Ende."