"Ein Rahmen ist wie eine Umarmung"
Kokoschka-Bild sucht Rahmen
Mit der "Philosophie des Rahmens" setzen sich die Studentinnen und Studenten des Architekten, Möbel- und Industriedesigners Paolo Piva seit gut eineinhalb Jahren auseinander. Piva unterrichtet Industrial Design an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In einem Projekt wurden nun neue Rahmen für das Belvedere entwickelt.
8. April 2017, 21:58
Zu sehen sind diese bis Ende Februar 2012 in einer Sonderpräsentation in der Orangerie des Unteren Belvedere.
Bilder in Szene setzen
Gezeigt werden sowohl die Entwicklungsprozesse als auch die Prototypen der Rahmen mit ausgewählten Kunstwerken der Sammlung des 20. Jahrhunderts - etwa von Oskar Kokoschka. Er ist ein zentraler Künstler der Sammlung und der Namensgeber des innovativen Projekts.
"Kokoschka ist der Aufhänger, der beide Institutionen verbindet", so Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst. Kokoschka habe hier an der Universität studiert und das Belvedere besitze einige wichtige Kokoschka-Arbeiten - was der Anlass war, dem Projekt den Namen "Kokoschka sucht einen Rahmen" zu geben, im Speziellen für Kokoschkas Ölgemälde "Dr. Bassa's magische Form", erklärt Bast. Das von einer internationalen Jury gekürte Siegerprojekt soll dieses Bild entsprechend in Szene setzen und zum rahmenden "Markenzeichen" für die Sammlung des 20. Jahrhunderts werden.
Die Aufgabenstellung war nicht einfach, ging es doch nicht nur darum, Neues, Innovatives zu kreieren. Die Philosophie des Rahmens fordert viel mehr, die Ästhetik des Kunstwerks zu unterstützen - zu zentrieren – abzugrenzen und doch in Beziehung zur Umwelt zu setzen. So umspielt ein guter Rahmen den Hauptakteur, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, ist Paolo Piva überzeugt: "Ein guter Rahmen ist ein ruhiger Begleiter eines Kunstwerks."
Service
Ö1 Club-Mitglieder bekommen im Belvedere ermäßigten Eintritt (zehn Prozent).
Belvedere - Kokoschka sucht einen Rahmen
