200 Jahre Grimm-Märchen

"Rotkäppchen", "Dornröschen", "Schneewittchen" und "Der Froschkönig" - die Märchen der Brüder Grimm sind um die Welt gegangen. Heute werden sie 200 Jahre alt - am 20. Dezember 1812 ist die Erstausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" erschienen.

Heute fällt auch der Startschuss zum Grimm-Jahr, denn 2013 jährt sich der Todestag von Jacob Grimm zum 150. Mal und im selben Jahr starb auch der "Malerbruder" Ludwig Emil Grimm. Kristina Pfoser hat zum Jubiläum mit dem Romancier und Geschichtenerzähler Michael Köhlmeier gesprochen.

Morgenjournal, 20.12.2012

Es waren einmal zwei Brüder, die sammelten gar eifrig all die Geschichten, die man im Volke erzählte und schrieben sie so fein säuberlich nieder, dass noch Hunderte Jahre später ein Dichter ganz verzaubert war. Die Brüder, das waren die Grimms, der Dichter: Michael Köhlmeier.

Unterschiedliche Erzählstile und ausführliche wissenschaftliche Anmerkungen irritierten die ersten Leser dieser Märchen. Wilhelm Grimm arbeitete die Märchen schließlich um, gab ihnen den bekannt romantischen Stil und passte die Geschichten an die bürgerlichen Wertvorstellungen an.

Ausgebügelt wurden auch vermeintlich anstößige, amoralische Stellen - nackte Prinzen wurden von den Brüdern Grimm prächtig gekleidet und Rapunzels Schwangerschaft geheim gehalten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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