"Beethovenfries": Die Entstehung

Gustav Klimts Beethoven-Fries gilt heute als großer Touristen-Magnet und hängt im Klimt-Raum der Secession. 1902 war das monumentale Werk entstanden, hätte nach seiner Ausstellung aber wieder abgetragen werden sollen. Das Überleben des Werks war eher zufällig.

Mittagsjournal, 16.10.2013

1902 gab es in der Secession eine großangelegte Beethoven-Ausstellung, zu der zahlreiche Künstler Werke beisteuerten. Gustav Klimt schuf im Nebenraum der Secession einen knapp 35 Meter langen Fries, in dem er Beethovens 9. Symphonie in mythische Bildgestalten übersetzte.

Eros und Leiden spielten damals in der Philosophie eine zentrale Rolle und dementsprechend gestaltete Klimt auch seine Figuren. Viele Zeitgenossen empfanden den Symbolismus als unverständlich und die Darstellungen als obszön. Gewichtigen Zuspruch bekam Klimt aber vor allem aus dem Ausland.

So monumental Klimt den Beethoven-Fries gestaltet hatte, war er doch nur als ephemeres Werk geplant. Doch dann kam es 1903 zu einer großen Klimt-Ausstellung in der Secession und das rettete dem Fries das Leben. Ein Wunder, das bis heute die Kassen klingeln lässt, denn als Publikumsmagnet lockt der 1973 restaurierte Beethoven-Fries noch immer Touristenströme in den Klimt-Raum unter dem Dach der Secession.

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