UNO-Appell für syrische Flüchtlingshilfe

Ein besonders eindringlicher Hilferuf kommt heute von Valerie Amos, der Nothilfekoordinatorin der UNO. 13 Milliarden Dollar würden für das kommende Jahr dringend gebraucht, um die weltweit 52 Millionen Menschen unterstützen zu können die unter Kriegen, Bürgerkiregen und Unruhen leiden. Die mit Abstand größte humanitäre Katastrophe spielt sich in und um Syrien ab.

Abendjournal, 16.12.2013

Galoppierende Inflation

250.000 Flüchtlinge in belagerten Städten in Syrien müssen hungern. Denn die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln ist schon länger nicht mehr gewährleistet. Doch auch dort, wo es Essen zu kaufen gibt, können es sich viele nicht mehr leisten, denn die Inflation hat gigantische Ausmaße erreicht. Brot ist sechs Mal so teuer wie noch vor einem Jahr. Eine einfache Decke kostet eine Monatslohn. Das UN-Ernährungsprogramm WFP bringt seit zwei Jahren Hilfsgüter mit Lastwagen nach Syrien. Auch über eine Luftbrücke werden die Menschen versorgt.

Mit Zelten im Schneesturm

Ortswechsel in den Libanon: Pakete mit Zelten und Decken werden von Lastwagen geladen. Bis zu einem halben Meter Schnee liegt hier. Eine Sprecherin der UNO sagt, die Situation überfordere alle hier. Dieser Schneesturm zeigt, was in diesem Winter noch alles auf die Flüchtlinge zukommen wird - vor allem hier im Libanon. Rund hunderttausend Flüchtlinge leben in Zelten, die überhaupt nicht winterfest sind.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 sind rund 120.000 Menschen getötet worden. Millionen sind auf der Flucht. Doch ob das alles die Geberländer beeindrucken wird, bleibt fraglich. Denn schon vor einem Jahr hat es einen dringenden Ruf nach mehr Geld gegeben. Da wollte die UNO allerdings nur zehn Prozent der Summe - und nicht einmal die hat man bekommen.

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