Kunst als Investment

Bevor am Mittwoch die Kunstmesse Viennafair startet, diskutieren bei Anna Soucek Akteure und Kritiker des Kunstmarkts zum Thema "Kunst als Kapitanlage". Mit Christina Steinbrecher-Pfandt, künstlerische Leiterin der Viennafair, Kunsthistoriker Robert Fleck, Autor Georg Seeßlen sowie Valentin Kenndler, Geschäftsführer der Firma Artware.

Empfang mit rosa Teppich (Ausschnitt)

ORF, Anna Soucek

Kulturjournal, 29.09.2014

"Wenn zwei Künstler miteinander reden, dann sprechen sie über Geld. Wenn zwei Banker miteinander reden, dann sprechen sie über Kunst." - ein Zitat aus einem 500 Seiten starken Pamphlet, das sich mit der Ökonomisierung der Kunstwelt befasst und gegen die liederliche Verbindung von Kunst und Kommerz wettert. Die beiden deutschen Autoren Georg Seeßlen und Markus Metz haben die Polemik mit dem Titel "Geld frisst Kunst - Kunst frisst Geld" verfasst, die jetzt in der Edition Suhrkamp erschienen ist. Seit der Finanzkrise 2008 arbeiten Kunstbetrieb und Privatwirtschaft noch viele besser zusammen als vorher, so die Autoren - und das auf Kosten der Freiheit der Kunst und der Autonomie der Künstlerinnen und Künstler.

Ist an diesem Argument etwas dran? Wird der Kunstdiskurs von finanziellen Interessen bestimmt? Ist die zeitgenössische Kunst tatsächlich eine krisensichere Kapitalanlage? Und ist die rasche Wertsteigerung die oberste Maxime für jene Menschen, die Kunst sammeln? Die heurige Ausgabe der Wiener Kunstmesse Vienna Fair, die am Mittwoch eröffnet wird und bis Sonntag dauert, ist Anlass für eine ausführliche Studiodiskussion zum Thema "Kunst als Investment".

Die Teilnehmer sind Christina Steinbrecher-Pfandt, künstlerische Leiterin der Viennafair, der Ausstellungsmacher und Kunsthistoriker Robert Fleck, der Autor Georg Seeßlen sowie Valentin Kenndler, Geschäftsführer der Firma Artware, die Unternehmen beim Aufbau ihrer Kunstsammlung berät und am 8. Oktober die "Young Art Auction" in der Albertina veranstaltet.

Service

Markus Metz, Georg Seeßlen, "Geld frisst Kunst - Kunst frisst Geld - Ein Pamphlet", Edition Suhrkamp

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