Seelendrama und Idylle
Dvorak, Schubert und Toldra in Hall
Franz Schuberts existentielles Meisterwerk kontrastiert mit Antonin Dvoraks stimmungsvollen Eindrücken eines friedlichen Sommeraufenthalts in Spillville. Den "Blick aufs Meer" öffnet schließlich der katalanische Komponist Eduardo Toldra.
27. April 2017, 15:40
Service
Programm
Antonin Dvorak
Streichquartett in F-Dur, op. 96 – "Amerikanisches"
Eduard Toldra
Vistes al mar
Franz Schubert
Der Tod und das Mädchen
Der Tod und das Mädchen
Schuberts Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" entstand 1824 und ist ein dunkles, aufwühlendes Stück, in dem sich liedhafte Elemente mit scharfkantigen Passagen eindringlich verbinden. Biografisch fiel die Schaffung in Schuberts schwerste Zeit.
Er beabsichtigte, in Wien als Opernkomponist den Durchbruch zu schaffen, scheiterte jedoch daran. Zeitgleich erkrankte er schwer an Syphilis und Neurasthenie. Diese krisenhaften Lebensumstände bilden den Hintergrund der Komposition, aber sie erklären nicht ihren anerkannt hohen künstlerischen Rang.
Blick aufs Meer
Im Kontrast dazu steht das Meisterwerk für Streicher "Vistes al mar" des katalanischen Komponisten, Violinisten und Dirigenten Eduard Toldra. Bemerkenswert sind die durchlässige Helligkeit der Ecksätze einerseits und der beschauliche zweite Satz andererseits, die gemeinsam eine warme, ruhige Atmosphäre beschreiben.
Mitwirkende
Birgit Kolar
Violine Carlo Bergonzi, Cremona 1723
Nora Farkas
Violine
Mathias Schessl
Viola
Jan Mischlich
Violoncello
Mirjam Jessa
Moderation
