Andreas Matthä neuer ÖBB-Chef
Der Aufsichtsrat der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hat Andreas Matthä als Chef bestellt. Der 53-Jährige war schon länger als Favorit für die Nachfolge von Bundeskanzler Christian Kern gehandelt worden. Zuletzt führte Matthä die ÖBB interimistisch.
8. April 2017, 21:58
Mittagsjournal, 4.7.2016
Intern beliebt und bestens vernetzt
Die Entscheidung für Matthä ist keine Überraschung. Der 53-jährige ist Chef der wichtigen ÖBB-Infrastruktur-Gesellschaft. Dort werden milliardenschwere Bahnprojekte wie Tunnel und Bahnhöfe geplant, gebaut und nach Fertigstellung betrieben. "Infrastruktur ist ein Investment in die heimische Wirtschaft, in den Standort Österreich, es ist natürlich auch ein Investment in die Kundenzufriedenheit", sagte Matthä in einer früheren Stellungnahme.
Matthä hatte in den letzten Jahren den Kurs von Ex-ÖBB-Chef Kern mitgetragen. Er war es auch, der wichtige Projekte in den Bundesländern ausverhandelt hat. Im Konzern genießt er einen sehr guten Ruf und er soll in alle politische Richtungen bestens vernetzt sein. Matthä soll auch bei der Eisenbahnergewerkschaft beliebt sein. Eine gute Voraussetzung für den Chefposten, wie sich bei Kern gezeigt hat.
Konzernbetriebsratschef Roman Hebenstreit hatte sich im Vorfeld für eine ÖBB-interne Nachfolgelösung ausgesprochen: "Unser Wunsch ist mit Sicherheit der, dass wir von innen heraus besetzen, also mit Know How aus der Bahn, wir sind auf jeden Fall für Kontinuität."
