Filmstill L'Animale

NGF / La Banda

"L’Animale" von Katharina Mückstein

Als feine Seismografin gesellschaftlicher Wirklichkeiten erzählt Katharina Mückstein in ihrem zweiten Langfilm von einer jungen Frau und ihren Eltern, deren scheinbar festgefügte Identitäten plötzlich ins Wanken geraten. Im Anschluss an die Österreichpremiere laden Ö1 und die Diagonale zum Spezialitätenbuffett.

L’Animale ist ein Coming-of-Age-Drama, das die Geschichte von Mati und ihrer Burschenclique erzählt, die mit ihren aufgemotzten Mopeds die Gegend unsicher macht. Einer cooler und wilder als der andere. Matis Leben ist geregelt, ihre Eltern Gabriele und Paul bauen gerade ein Haus, alles ist gut. Doch dann trifft sie die selbstbestimmte Carla und merkt, dass sie gar nicht immer so cool und wild sein müsste, wie es ihr in der Clique stets suggeriert wird. Sie könnte auch offen, einfach sie selbst sein. Dann verliebt sich auch noch ihr bester Freund Sebastian in sie. Was nun? Was passiert mit der Clique? Muss sie jetzt aussteigen? Währenddessen gerät auch die Welt der Eltern durch ein Geheimnis ins Wanken. Am Ende stellt sich für alle Beteiligten dieselbe Frage: Schein oder Sein?


"Ein Film über die widersprüchlichen Kräfte, die in uns walten: Leidenschaft, Begehren, Vernunft", so die Kurzbeschreibung von Katharina Mücksteins zweitem Langspielfilm, der nach seiner Weltpremiere in Berlin bei der Diagonale erstmals in Österreich zu sehen sein wird. Besonders bemerkenswert ist Sophie Stockinger als Mati, die schon in Mücksteins Langfilmdebüt Talea (AT 2013) die Hauptrolle bekleidete. In weiteren Rollen sind unter anderem Kathrin Resetarits, Dominik Warta und Julia Franz Richter zu sehen.

Katharina Mücksteins feinsinnige Arbeiten über vermeintlich gewöhnliche gesellschaftliche Wirklichkeiten gehören mittlerweile zum filmischen Inventar der Diagonale. So war sie zuletzt als Drehbuchautorin und Koproduzentin von Flavio Marchettis TIERE UND ANDERE MENSCHEN (AT 2017) sowie als Koproduzentin des Dokumentarfilms Holz Erde Fleisch (AT 2016), für den Sigmund Steiner den Großen Diagonale-Preis Dokumentarfilm erhielt, beim Festival vertreten.