Menschen vor Riesenbüchern

APA/dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Sachbücher im April

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung“ sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

Kein Buch, für das ein einzelner Juror, eine einzelne Jurorin allein votiert hat, wird gelistet. Bücher von Jurymitgliedern sind selbstredend nicht zugelassen. Jeder Titel kann maximal drei Monate auf der Liste verweilen, sofern er seinen Platz behauptet. Neben dem Ranking, das auch online steht, laden wir Monat für Monat namhafte Gastjuroren zu einer Extra-Empfehlung des Monats ein.

1. Alaida Assmann

"Der europäische Traum. Vier Lehren aus der Geschichte", C. H. Beck Verlag, 208 Seiten

2. Lothar Müller

"Freunds Dinge. Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter", Die Andere Bibliothek, 419 Seiten,

3. Sebastian Rödl

"Selbstbewußtsein und Objektivität - Eine Einführung in den absoluten Idealismus." Aus dem Englischen von Carolin Böse-Sprenger, Suhrkamp Verlag (stw), 215 Seiten

4. Willy Winkler

"Das braune Netz. Wie die Bundesrepublik von früheren Nazis zum Erfolg geführt wurde", Verlag Rowohlt Berlin, 416 Seiten

5. Stephen Smith

"Nach Europa! Das junge Afrika auf dem Weg zum alten Kontinent." Übersetzt von Andreas Rostek und Dagmar Engel, Edition.fotoTAPETA, 244 Seiten

6. Harry Graf Kessler

"Das Tagebuch 1880 – 1937", Band 1, herausgegeben von Roland S. Kamzelak, Ulrich Ott und anderen, Cotta Verlag, 879 Seiten

7. Harald Welzer

"Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen", S. Fischer Verlag, 320 Seiten

ex aequo, Laura Wiesböck

"In besserer Gesellschaft. Der selbstgerechte Blick auf die Anderen", Verlag Kremayr & Scheriau, 208 Seiten

9. Peter Bertold

"Unsere einzigartige Vogelwelt. Die Vielfalt der Arten und warum sie in Gefahr ist." Mit Fotografien von Konrad Wothe, Frederking & Thaler Verlag, 224 Seiten

10. Georg Cremer

"Deutschland ist gerechter, als wir meinen. Eine Bestandsaufnahme", C. H. Beck Verlag, 272 Seiten

Das Buch zur kolonialen Restitutionsdebatte: Minutiös zusammengefügte Puzzleteile, die zeigen, dass das deutsche Kaiserreich nicht nur Ethnographica, sondern auch Naturalia wie die Knochen von Dinosauri-ern unter mehr als zweifelhaften Umständen erwarb. Ursprünglich von Einheimischen in Deutsch-Ostafrika gefunden, verhalfen die Dinosaurier Fragmente der Paläontologie zu wissenschaftlichem und Deutschland zu nationalem Ruhm, frei nach dem Motto, Deutschland hat den größten. (Rebekka Habermas)